#38 Ein Berufsstand wird weiblich – Herausforderung und Chance für die Zahnärzteschaft
Shownotes
Wie viel Spielraum haben eigentlich die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung? Was können sie bewegen, auch für die steigende Zahl von Frauen im Zahnarztberuf? Darüber spricht Meike Gorski-Goebel, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KZBV und langjährig in der KZV Sachsen tätig, im Podcast. Vor allem beim Thema Mutterschaft seien niedergelassene Zahnärztinnen noch immer benachteiligt. Die Juristin kennt die Zahnmedizin und die Standespolitik von Kindesbeinen an, denn ihr Vater war Zahnarzt und Standespolitiker. Was ein Praktikum mit ihrem Weg in die KZV-Welt zu tun hat, warum das Engagement in der Selbstverwaltung so wichtig ist, wie sie den Berufsstand erlebt – auch darüber gibt sie Auskunft. „Man muss ganz nah dran sein an der Zahnärzteschaft.“
SHOWNOTES
• Zur KZBV und dem KZBV-Vorstand
• Artikel zu ihrem Amtsantritt bei der KZBV bei Quintessence News
Ass. jur. Meike Gorski-Goebel (Jahrgang 1973) stammt aus Siegen. Sie studierte Jura in Mainz und absolvierte eine Ausbildung zur Mediatorin. 1999 trat sie ihre Stelle als Justitiarin der KZV Sachsen an. 2014 übernahm sie die Aufgabe der Geschäftsführerin und wurde 2016 zur stellvertretenden KZV-Vorstandsvorsitzenden gewählt. Dieses Amt hatte sie bis September 2025 inne. Von 2023 bis 2025 war sie auch stellvertretende Vorsitzende der Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Im Oktober 2025 übernahm sie das Amt der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der KZBV von Dr. Ute Maier. Sie ist Vorsitzende des Stiftungsrats des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen und Mitglied im Kuratorium des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.
Dr. Marion Marschall ist seit 1998 als Fachredakteurin und Chefredakteurin in der dentalen Welt unterwegs und seit 2018 Chefredakteurin von „Quintessence News“.
Dr. Karl-Heinz Schnieder ist seit 1994 als Anwalt tätig und Fachanwalt für Medizinrecht, Mediator, Autor, Referent und Partner der auf Heilberufe spezialisierten Kanzlei KWM Law in Münster. Er hat auch das Konzept der Gesundheitsregionen entwickelt.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Ich erlebe den Berufsstand wirklich als einen sehr offenen und zukunftsorientierten und modernen Berufsstand.
00:00:11: Und das finde ich total positiv, also die Zahnärzte sind offen für Veränderungen.
00:00:16: Die Kinder bekommen möchte, bin ich einfach im angestellten Verhältnis mit Mutterschutz besser aufgehoben als in der Selbstständigkeit.
00:00:30: Das ist ja auch etwas wo man sich wirklich mal Gedanken machen muss.
00:00:33: das für Frauen ein Nachteil wenn sie in einer Niederlassung sind.
00:00:43: für Praxis und Labor.
00:00:59: Und verhelfen Ihnen zu mehr Durchblick
00:01:01: im Dentalmarkt!
00:01:03: Verlassen Sie sich drauf!
00:01:09: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast, wir sind Karl-Hein Schneider...
00:01:14: ...und Marion Marshall.
00:01:16: Wir nehmen für sie jeden Monat Themen und Trends unter die Lupe, die für sie in der Zahnarztpraxis und dem Dentalabor wichtig sind oder auch werden könnten.
00:01:25: In den akademischen Heilberufen bei den Ärzten und Zahlenärzten vollzieht sich jetzt mit Macht ein Wandel.
00:01:31: Seit vielen Jahren gibt es in den Studienfächern Medizin- und Zahnmedizin mehr Studentinnen als Studenten, junge Frauen sind deutlich in der Überzahl im Studium wie in Praxis und Klinik – und in den Altersgruppen unter vierzig sind sie schon klar an der Mehrheit!
00:01:45: Und Sie verändern nicht nur die Art der Berufsausübung das fordert unser Gesundheitswesen heraus und ebenso die bisherige Form der Berufspolitik und Standesvertretung.
00:01:54: Es bedeutet neue Themen und notwendige Veränderungen.
00:01:57: Oder sollte es zumindestens bedeuten?
00:02:00: Ja, dennoch immer sind Frauen in der zahnärztlichen Berufspolitik in der Regel nicht zu vertreten wie es ihrem Anteil am Berufsstand entsprechen würde.
00:02:09: Weder in dem meisten Kammerversammlungen und Kammervorständen noch in den delegierten Versammlungen der Kassenzahnerzlichen Vereinigung.
00:02:18: Bei den KZV-Vorständen hat der Gesetzgeber seit Jahrzehnte und zweiundzwanzig bei mehrköpfigen Vorständinnen mindestens eine Frau als Vorständin vorgeschrieben.
00:02:28: Das hat das Bild auch in der Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung verändert.
00:02:35: Aber die notwendigen Veränderungen gehen weit über diese Sichtbarkeit und auch die Beteiligung von Frauen in der Berufspolitik und in der Selbstverwaltung hinaus.
00:02:42: Denn es sind auch ihre Themen, und ihrer verändertes Herangehen an die Berufsausübung, die dann in die Arbeit der Körperschaften einfließen müssen – damit das am Ende wieder für alle Seiten passt!
00:02:57: Unser heutiger Gast, wieder eine Gästin sitzt hier an einer entscheidenden Stelle.
00:03:01: Herzlich willkommen, Maike Gorski-Gübel stellvertretende Vorsitzender des Vorstands der Kassenzahlen Ärztlichen Bundesvereinigung!
00:03:09: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:03:10: ich freue mich heute jetzt zu sein und auf den Austausch mit Ihnen.
00:03:14: und ja Sie haben es schon angedeutet wir stehen vor herausfordernden Themen wie immer und ja ich freu mich auf den Gedankenaustausch.
00:03:27: Zahnärztlich und standespolitisch sind sie ja vorbelastet.
00:03:31: Auch ihren Vater kenne ich schon seit vielen, vielen Jahren.
00:03:34: Damals war er aktiv in der Standespolitik im Westfalen Lippe.
00:03:38: Ja, Sie sind keine zahnerzlichen Juristin aber eben mit dieser doch sehr starken Vorbelastung aus der Zahnarztwelt.
00:03:46: Warum?
00:03:47: Und warum dann in die zahnärzliche Selbstverwaltung?
00:03:51: Erst in der KZV Sachsen waren sie aktiv und dann im Vorstand der KzBV Vertreterversammlung.
00:03:58: Jetzt dort hauptamtliches Vorstandsmitglied.
00:04:02: Erzählen Sie uns mal, wie Sie in Ihrem Werdegang in diese Position nicht nur gekommen sind sondern was es Sie auch getrieben hat da hinzukommen?
00:04:10: Ja also natürlich wäre es irgendwie auch naheliegend gewesen wenn ich Zahnärztin geworden wäre Ich das nicht gemacht habe.
00:04:20: Sie haben ja schon gesagt, mein Vater ist Zahnarzt und meine Mutter ist Zahntechnikerin.
00:04:25: Die Praxis meiner Eltern war in unserem Wohnhaus Und dadurch hat es natürlich beim Mittagessen auch immer Gedankenaustausch über die Praxis gegeben.
00:04:34: Das war für meine Schwester und für mich auch nicht immer so einfach und schön.
00:04:39: Ich bin dadurch ganz nah an der Zahlenmedizin gewesen und dadurch, dass mein Vater auch standespolitisch sehr aktiv war.
00:04:46: Mittwochs ging es eigentlich immer nach Münster.
00:04:47: Bin ich auch mit diesen ganzen Themen aufgewachsen, habe sehr schnell gelernt was bedeutet Selbstständigkeit?
00:04:53: Was bedeutet Freiberuflichkeit?
00:04:56: Und von daher muss ich schon sagen das mich das sehr geprägt hat.
00:04:59: Der Weg hat mich dann nicht in die Zahl Medizin geführt weil man in dem Alter wenn man Abitur macht ja vielleicht doch manchmal noch ganz andere Gedanken im Kopf hat.
00:05:09: Für mich war klar, ich bleibe nicht in der Stadt wo ich herkomme und das war dann auch das Ausschlusskriterium weil wenn ich Zahnmedizin studiert hätte wäre es völlig naheliegend gewesen diese Praxis zu übernehmen und auf die Idee bin ich gar nicht gekommen dass man Zahn Medizin auch irgendwo anders praktizieren können.
00:05:24: Dann wurde es also Jura Und das bereue ich dem Nachgang auch gar nicht.
00:05:30: Das Studium hat mir sehr, sehr viel gegeben und insbesondere das haben Sie auch schon gesagt.
00:05:35: Ich hatte ein Praktikum in der KZV Westfalen-Lippe und das war wirklich, wirklich prägend für mich weil ich dort gelernt habe was es heißt Selbstverwaltung auszuüben im Austausch zu sein mit dem Ehrenamt selber zu gestalten Dinge umsetzen können die ja im besten Sinne für den Berufsstand sind.
00:05:54: Und da stand mein Ziel ganz klar fest werden und mich dort einbringen.
00:06:02: Und ich hatte dann wirklich das große Glück, nach meinem Referendariat in die KZV Sachsen gehen zu können als Justizjahrerin.
00:06:09: Das ist jetzt schon vor zwanzig Jahren her also es ist eine ganz schöne lange Weile und hatte dort das große, große Glück.
00:06:18: Dass man mich so offen aufgenommen hat und von Anfang an überall mit hingenommen in Vertragsverhandlungen, Vertreterversammlung usw.
00:06:26: Und mein Rat und meine Expertise auch immer mit eingebracht wurde und geschätzt wurde.
00:06:32: Das war schön!
00:06:34: Ich bin dann über die Geschäftsführung in den Vorstand gekommen.
00:06:36: Ja, war sicherlich etwas ungewöhnlich aber wir waren ein zweier Vorstand in Sachsen haben dort die Geschicke geleitet.
00:06:46: Und ich war dort primär verantwortlich für die Verwaltung, aber dennoch ist man natürlich an den Ehrenamtsträgern und an den ganzen Themen
00:06:53: dran.".
00:06:55: Sie sagten das auch... Man muss, wenn man im Vorstand ist und wenn man in der Standespolitik ist ganz nah dran sein an der Zahnärztesschaft.
00:07:03: Ohne das geht es nicht denn wir machen ja hier die Politik für die Zahn Ärzte und da muss man dran sein.
00:07:09: Das ist Grundvoraussetzung für das was wir tun und das nehme ich für mich in Anspruch aber auch für meine Kolleginnen den anderen Vorständen.
00:07:17: Auch das vereint uns beide.
00:07:18: ja, auch ich habe hier meine Lehrzeit in der KZV gemacht.
00:07:22: Also im Referenderjahr war eine Station dort und da ist dann auch bei mir der Wunsch entstanden, dort einmal tätig zu werden, näher reinzuschauen.
00:07:30: Nun haben Sie ja durch Ihren Vater erfahren dass die Standespolitik hier auch manchmal ein Spannungsfeld ist?
00:07:36: Ich sage das mal vorsichtig oder manche sagen auch Minenfeld und das hat sich aber nicht abgeschreckt.
00:07:41: Das hat mich nicht ab geschreckt.
00:07:44: Ich muss auch dazu sagen, dass ich in Sachsen ein Umfeld hatte wo... Deswegen kann das von anderen KZV gar nicht so sehr beurteilen.
00:07:51: In Sachsen war es wirklich so, dass man immer ganz hart an der Sache gearbeitet hat.
00:07:55: Wir hatten diese Themen mit unterschiedlichen Fraktionen und so weiter.
00:07:59: Das gab es und gibt es in Sachsen nicht sondern da wird sehr themenbezogen gearbeitet und das hat mir vielleicht auch das an manchen Stellen etwas erleichtert.
00:08:10: also das ist glaube ich in den westlichen kzv tatsächlich etwas anders
00:08:14: Und sie hatten eine Aufbauphase, also sie mussten ja richtig da erstmal was installieren und aufbauen.
00:08:20: Da waren ja auch alle mehr oder weniger im gleichen Boot unterwegs.
00:08:23: Das war natürlich sehr schön!
00:08:26: Ich habe leider, da bin ich ein bisschen traurig.
00:08:29: Ich bin ja nicht direkt nach der Wende nach Sachsen gekommen, sondern erst aber in der ersten Aufbauphase.
00:08:38: Die muss sehr beeindruckend gewesen sein, wo man wirklich nur mit per Handschlag alles geregelt hat.
00:08:44: Aber trotzdem es war einfach eine tolle und schöne Zeit dort, die man mitgestalten konnte.
00:08:50: Jetzt haben sie das schon angeschnitten.
00:08:51: Es ist nicht in allen KZ Frauen ähnlich und es ist auch bei dem Thema, was wir jetzt diskutieren wollen beim Thema Frauenvertretung in den Körperschaften nicht überall so.
00:09:01: Es gab ja eine Diskussion um die Quote und Sie haben in der Diskussion in der Zwei-Tausend-Zweinzwanzig München war das auf der Vertreterversammlung noch gesagt dass sie gegen eine Frauenquote sind.
00:09:11: ihre Vorgängerinnen im KZB Vorvorstand Dr.
00:09:13: Ute Meyer war am Schluss dann nach langen Jahren für die Quoter.
00:09:16: Dann kam der Gesetzgeber Und hat sie sehr kurzfristig einfach vorgeschrieben.
00:09:21: Wie sehen Sie denn die Diskussion um die Frauenquote heute?
00:09:24: Denn wir sehen ja auch in den Kammern, wo es bis jetzt keine Quote gibt – das wäre ja auch Ländersache – sind jetzt auch mehr Frauen in den Vorständen und es gibt mehr Präsidentinnen.
00:09:32: Wir haben eine Präsidentin der Bundessandatsekammer mit einem zwei zu eins Vorstand.
00:09:36: Zwei Frauen, ein Mann verändert sich da auch etwas in der Zusammenarbeit.
00:09:42: Ganz grundsätzlich bei Wahlämtern.
00:09:44: Nicht ganz glücklich bin mit Quotenregelungen, weil ich der Meinung bin dass die Verantwortung beim Parlament oder in unserem Fall der Vertreterversammlung daran liegt zu schauen welche Person ist die Beste für dieses Amt was sich besetzen möchte und da finde ich diese Einschränkung nach Geschlechtheit nicht ganz glücklich.
00:10:04: Da stehe ich nach wie vor zu und wir sehen es ja bei den Kammern, dass das auch ohne Quote gegangen ist.
00:10:10: Wenn man – und das ist die Voraussetzung – wenn man sich diesem Thema aktiv stellt und es sich als zentrale Aufgabe gibt, dass man Frauen in den Gremien stärker repräsentiert sehen möchte?
00:10:21: Und das war damals der Grund, warum wir diese AG-Frauenförderung in der KZBV installiert haben um genau das zu erreichen.
00:10:31: Wir waren ja da auch in der Phase und haben ein Gesamtkonzept erstellt, das war eine sehr bereichernde und tolle Zeit.
00:10:37: Und ob unser Konzept jetzt funktioniert hätte wissen wir nicht mehr weil die Frauenquote kamen.
00:10:42: also von daher hat sich das dann ein bisschen überholt.
00:10:46: Jetzt sind Sie ja im Vorstand, als stellvertretender Vorstandsvorsitzende der KZBV nicht originär allein für Frauenthemen zuständig.
00:10:55: Das waren sie in Sachsen auch schon nicht, sondern uns würde mal interessieren so mit welchen Themen sie sich im Moment hauptsächlich beschäftigen.
00:11:04: Die Zahnärzteschaften in den Praxen und die Laborwelt bekommen eigentlich richtig originell gar nichts mit von ihrer Arbeit Es zum Teil manchmal erleichtert, aber häufig auch eher schwer hat weil man viele Dinge immer wieder erklären muss.
00:11:18: Welche Themen treiben Sie momentan
00:11:20: um?
00:11:21: Ja, also wir sind ja ein Dreiervorstand und jeder hat seinen Ressort das eigenverantwortlich führt.
00:11:26: Und mein Ressor ist wirklich ein bunter Blumenstrauß an Themen die aber doch eine enorme Auswirkung auf die Praxen haben.
00:11:33: Also da merken die Praxis schon was wir dort machen oder auch was meine Bereiche machen.
00:11:39: Ich bin zuständig für diese ganzen Themen mit Kuh Die bei den Praxens sehr beliebt ist.
00:11:45: Das war jetzt ironisch gemeint Qualitätsmanagement, Qualitäzsicherung.
00:11:50: Das ist ja eine ganz, ganz verantwortungsvolle Aufgabe.
00:11:54: Den Rahmen den wir vom Gesetzgeber gestellt bekommen dort so auszugestalten das es für die Praxen dennoch auch irgendwo umsetzbar und im besten Fall sogar auch eine Verbesserung sein kann.
00:12:07: Ich bin für die Leitlinienarbeit zuständig, die Vertragsinformatik.
00:12:11: Die ist für die Praxen auch ganz wesentlich weil wir dort ja die Punkte, die im Bundesmantelvertrag festgelegt werden müssen wir ja technisch umsetzen.
00:12:19: Sie gehen dann in die Praxisverwaltungssysteme ein und gewährleisten damit dass die Praxe abrechnen können.
00:12:25: ich habe das Gutachterwesen Die Patientenberatung, das ist ein schönes Projekt.
00:12:30: Was ich dann mit der Bundeszahnärztekammer zusammen bearbeite und Ich bin für die Nachwuchsförderung zuständig Und da haben wir dann wieder das frauen thema dass dann auch mittelbar mit bei mir auf dem tisch ist und von daher sie sehen Das ist wirklich also einen Einen manikfaltiger bunter blumenstrauß den ich habe
00:12:48: gibt es da Unterschiede Zu ihrer vorherigen arbeit in der im vorstand der landeskerze frau sachsen?
00:12:55: auf jeden fall also In einer KZV ist deutlich mehr Tagesgeschäft.
00:13:01: Die Zahlenärzte rechnen ja bei der KZF ab, es gibt die Geldflüsse, die von den KZP kommen, man ist im täglichen Austausch miteinander und dieses Tagesgeschäfte hat man bei der kzbv nicht.
00:13:12: Die KZBV spannt den Rahmen oben drüber Und halt diesen direkten Austausch mit der Zahnärzteschaft in der Basis hat man nicht.
00:13:21: Und das sind wir wieder an dem Punkt, was Sie eingangs gesagt haben.
00:13:24: Deswegen ist es umso wichtiger, dass man an der Basiss dran bleibt und nicht in seinem in Anführungsstrichen Elfenbeinturm sitzt.
00:13:31: Dafür ist der enge-engere Austausche mit den Vorstandskolleginnen und Kollegen vor Ort erforderlich aber auch immer noch mit der Zaunärztesschaft.
00:13:37: Sonst geht's nicht!
00:13:38: Weil die KZV'n müssen das ja auch umsetzen, was wir dort festlegen
00:13:44: Ja, das ist ja auch ein Thema was so die Wahrnehmung von KZV und KZBV bei den Zahnärztinnen und Zahner in der Praxis angeht.
00:13:51: Vieles von dem wird wahrgenommen als Aufsichtstätigkeit weil einen Großteil der Aufgaben einfach aus gesetzlichen Vorgaben resultiert, die man in der praxis eben schon mal als Kontrolle so wahrnimmt von Wirtschaftlichkeitsprüfungen und Fortbildungspflicht angefangen bis zu den Q-Themen.
00:14:07: Zumgleich müssen sie aber auch die sowohl KZBV übergeordnet als auch die KZV in den sogenannten Sicherstellungsauftrag erfüllen.
00:14:14: Also dafür sorgen, dass es ausreichend Vertragszeienärztinnen und Vertragsanärztin der Fläche gibt damit die Menschen versorgt werden können.
00:14:21: Wie groß sehen Sie denn die Spielräume dann noch?
00:14:23: Auch im Unterschied zwischen KZW – Sie sagten schon das Geschäft ist wesentlich direkter oder der Kontaktdirektor also zwischen Kzv im Land- und auf Bundesebene.
00:14:31: wie bewegt sich das?
00:14:33: Ich möchte erst mal auf den ersten Punkt eingehen, das ist ja so ein bisschen dieser Dauerconflikt in dem wir auch stehen.
00:14:40: Unsere ganze KZV-Welt ist ja eng im SGB V geregelt.
00:14:44: was unsere Aufgaben sind aber steht im SGB V halt eben halt auch drin dass wir Interessenvertreter sind.
00:14:50: Wir sind Interessen Vertreter und auf der anderen Seite sind wir aber auch als Körperschaften des öffentlichen Rechts mittelbare Staatsgewalt.
00:14:57: Das heißt wir müssen Recht und Gesetz umsetzen Und man kann jetzt auch als kzv oder kzb v nicht einfach sagen streiken, jetzt machen wir nicht.
00:15:04: Wollen wir nicht?
00:15:05: Das geht halt nicht aufgrund dieses Rahmens in dem wir uns bewegen und das ist halt was es manchmal glaube ich für die Zahnärzte auch ein bisschen schwierig macht zu verstehen warum wir bestimmte Dinge dann trotzdem machen müssen obwohl wir sie vielleicht gar nicht so richtig gut finden.
00:15:22: Aber unsere Aufgabe ist es innerhalb dieses Rahmens.
00:15:25: Das hätten Sie auch schon gesagt, das Beste für die Zahnärzteschaft rauszuholen oder halt auch mal Schlimmeres zu verhindern.
00:15:31: also das ist ja in dem Sinne auch das beste Raus zu holen.
00:15:34: aber ich möchte an dem Punkt darauf hinweisen dass Für mich der wichtigste Punkt ist, dass wir ja als KZV und KZBV Selbstverwaltung sind.
00:15:43: Das heißt hier ist Aufgabe der Politik nur den Rahmen zu spannen und unsere Aufgabe ist es diesen auszufüllen.
00:15:50: Und das muss man einfach auch wieder klarer machen.
00:15:52: Das hat Politik in den letzten Jahren nicht... Ganz so gesehen, da wurde immer detaillierter an unseren Bereich reinregiert.
00:16:00: Dass man wieder sagt wir können Dinge gestalten das ist unsere Aufgabe nach einem Gesetz und dort unsere Expertise reinbringen Und Wir haben ja bewiesen als Berufsstand dass mit dem ebz oder auch Mit der paro Behandlungsschiene Oder mit der Versorgung der vulnerablen Gruppen Programme installiert haben die aus der Selbstverwaltung kamen und dafür Haben wir keinen Druck von außen oder Sanktionen von der Politik gebraucht.
00:16:28: Ja, also wie gesagt unsere Aufgabe ist es Interessen zu vertreten und Spielräume zu nutzen und Themen zu adressieren.
00:16:38: Viele kennen auch unsere Kampagnen-Zähne zeigen das ist immer so ein bisschen eine Gradwanderung was darf man?
00:16:43: Was darf man nicht?
00:16:43: aber natürlich dürfen wir unsere Themen adressiert und da brauchen wir dann aber auch die Zahnärzteschaft in der Breite die uns unterstützen bei diesen ganzen Themen.
00:16:53: Sie Sagten das mit der Kontrolle, zum Beispiel auch Wirtschaftlichkeitsprüfung?
00:16:58: Ja klar.
00:16:59: Das ist kann man nicht schön reden.
00:17:03: Es wird im Sachleistungsbereich immer irgendeine Art von Kontrolle geben.
00:17:08: aber hier muss man sagen zum Thema Spielräume nutzen und dass es jetzt auch eine Möglichkeit die KZV haben.
00:17:15: Der Gesetzgeber hat hier den Rahmen auch etwas geändert in der letzten Jahren, weg von der statistischen Vergleichsprüfung.
00:17:21: Die ja viele Zahnärzte zurecht als ungerechte Prüfmethode empfunden haben hin zur Einzelfallprüfungen und da ist es dann einfach die Aufgabe einer KZV innerhalb des vorgegebenen Rahmens gemeinsam mit den Vertragspartnern zu gucken.
00:17:34: wie regeln wir das jetzt hier vor Ort?
00:17:36: Also Spielräume nutzen ist das große Thema Und KZV'n haben dann die Chance, das möchten wir auch immer gerne, dass sie vor Ort auf ihre regionalen Gegebenheiten eingehen können.
00:17:49: Weil es ist doch immer erstaunlich wie unterschiedlich die Welten in den einzelnen KZv'n sind.
00:17:54: also da sind dann innerhalb des Rahmens doch große Spielräume vorhanden.
00:17:59: mehr Frauen im Beruf Das trifft ja auch auf die Juristerei zu.
00:18:03: Wir erleben in den Kanzleien, in dem Büros auch die Architekten überall.
00:18:08: In ähnlicher Form gibt es doch erhebliche Veränderungen.
00:18:11: Diese Situation, ich beschreibe sie mal durch veränderte Lebensentwürfe Die Wertigkeit des Berufs – auch bei jungen Männern hat sich doch erhaplich verändert.
00:18:21: Es geht eigentlich schon durchaus in die Substanz hinunter.
00:18:24: Man ist heute viel lieber angestellt oder man arbeitet am liebsten auch in Teilzeit sehr gerne auch reduziert.
00:18:32: All das fordert natürlich den Arbeitsmarkt heraus und auch uns selbstständige fordert das hinaus.
00:18:37: Manche Selbständigen erleben junge Mitarbeitende oft als Menschen, die gerne duschen aber nicht nass werden wollen.
00:18:44: also wenig Risikobereitschaft.
00:18:47: Aber andererseits natürlich geht es auch nicht so, man wird angestellt bei Selbstständigen und die müssen natürlich auch die Gehälter erwirtschaften.
00:18:55: Die Sozialabgaben bedienen
00:18:57: etc.,
00:18:57: also das muss irgendwo reinkommen und reingewirtschaftet werden.
00:19:01: Es gehört auch dazu wie bei allen Freiberuflern die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft Die Unabhängigkeit, die Eigenverantwortung.
00:19:09: All das greift im Grunde genommen in die heutige Arbeitswelt und das ist im angestellten Verhältnis eben nicht immer genauso oder abgeschwächt nur so erlebbar.
00:19:20: Bei den Zahnärzten haben wir dann noch das Thema der Sicherstellung, der Versorgung.
00:19:24: Mario hat es gerade schon angesprochen Wir haben eine höhere Teilzeitquote Das heißt, wir benötigen eine schon körperndefinition, eine höhere Anzahl an Zahnärzten und Zahnarztinnen.
00:19:36: Das heißt damit wir den Sicherstellungsauftrag erfüllen können müssen mehr in dem Markt als angestellte oder idealerweise als Freiberufler hinein.
00:19:43: aber gleichwohl ist der aktuelle Trend eben anders.
00:19:46: Wir haben weniger Niedergelassene, wir haben in der Tat mehr Angestellten Und aufs Land wollen auch immer weniger.
00:19:53: und all diese Trend steigern sich erst gerade noch.
00:19:56: Man hört manchmal, dass die Zahlmedizin die teuerste alle Ausbildung ist im Rahmen der finanzierten Studiengänge.
00:20:03: Und dann hat man auch im Gegenzug die Erwartung das die so teuer ausgebildeten Zahnärztinnen und Zahnerzte dann auch irgendwie in der zahnärzlichen Versorgung ankommen müssen.
00:20:14: So hört man nicht zuletzt auch eine Standespolitiker reden Da müsse man doch den Studieninteressierten und Anfängern vielleicht irgendwie deutlicher klarmachen, welche Möglichkeiten es gibt.
00:20:25: Ich sage das mal platt wie schön ist auch ist, den freiberuflichen Beruf ausüben zu dürfen und all diese Dinge ich habe jetzt mal versucht zu beschreiben.
00:20:34: Wie sehen Sie die Situation aus Ihrer Sicht?
00:20:37: Ja sie haben das schon wirklich sehr schön umrissen.
00:20:41: also Wir müssen feststellen, dass die Gesellschaft sich verändert und wir diskutieren das hier auch oft in der Familie so diese Themen.
00:20:48: Was kann ich als Einzelner von meinem Staat oder der Gesellschaft verlangen?
00:20:52: Aber auch die Gegenfrage was muss ich denn dafür eigentlich geben?
00:20:55: Und Demokratie und Freiheit, Meinungsäußerungsfreiheit – das sind alles Themen!
00:21:01: Das ist so ein hohes Gut und dafür braucht man eine verantwortungsvolle Gesellschaft Ja, um das zu leben und man muss sich dieser Verantwortung auch als Einzelner ständig und stetig klar machen.
00:21:13: Das ist also erst mal vom Grundsatz her meine Einstellung.
00:21:16: Und der zweite Punkt ist, dass wir auch feststellen müssen – das haben Sie gesagt – das Thema Work-Live Balance, das ist einfach so.
00:21:25: Der Mittelpunkt verschiebt sich und das macht natürlich vor der Zahnmedizin nicht halt.
00:21:30: Wenn wir Versorgung auf dem jetzigen Niveau Aufrechter halten wollen dann brauchen wir mehr Köpfe Und mehr Köpfe in der Versorgung bedeutet mehr Studienplätze und diese Studienplätzen, das sagten sie auch schon sind halt sehr, sehr teuer.
00:21:43: Das ist ja der Rahmen, indem wir uns aufhalten und wir müssen als Gesellschaft damit auch mal auseinandersetzen wie viel Work-Life Balance wir uns dauerhaft noch leisten können und wollen.
00:21:56: aber das sind halt gesamtgesellschaftliche Themen.
00:21:59: Ich denke oft, gerade bei der Studienplatzvergabe ob man den Fokus vielleicht ein bisschen ändern muss und ob man eine andere Frage in den Vordergrund schieben muss.
00:22:09: Nämlich ob wir wirklich in der Summe die Kandidatin und Kandidaten treffen, die am meisten für diesen Berufsstand brennen?
00:22:17: Denn wenn ich Leute habe, die brennend gehen auch in die Praxis und sie gehen in die Versorgung und die gehen vielleicht sogar auf das Land aber zu viele Bewerber, die nicht durchkommen.
00:22:30: Und vielleicht ist in dieser großen Gruppe dann doch der eine oder andere dabei, der vielleicht wirklich für den Berufsstand gebrannt hätte?
00:22:37: Aber auch das Thema ist ja erkannt und ich habe es jetzt gerade in Sachsen auch beobachtet und andere Bundesländer haben das ja auch mittlerweile dass wir eine Landzahnarztquote hier in Sachson haben denn auch hier gibt es in der Fläche Perspektivisch von unterversorgend bedrohte Gebiete.
00:22:55: Und ich glaube, ein junger Mensch der sich auf solch einen Studienplatz bewirbt, der brennt zum einen für das Thema und ist auch bereit in die Fläche zu gehen.
00:23:05: Der muss nicht in einer Großstadt sitzen im hoffnungslos überversorgten Gebiet.
00:23:10: Das ist das eine.
00:23:12: Der Studium ist teuer für die Zahlenmedizin, aber es ist auch teuer eine Praxis zu übernehmen.
00:23:17: Und wenn ich als junger Mensch diese Entscheidung treffe nachdem ich im Anstellungsverhältnis war Ich gehe jetzt in die Praxis dann muss er verlässliche Rahmenbedingungen haben und das ist ja genau der Punkt.
00:23:26: Er braucht Planungssicherheit dass er sich darauf verlassen kann Der finanzielle Rahmen stimmt und das sind jetzt wieder diese Wörter, die ständig fallen.
00:23:36: Er braucht Bürokratieabbau und wir brauchen sinnstiftende digitale Anwendung.
00:23:41: Und da ist tatsächlich noch Luft nach oben.
00:23:43: Wir brauchen eine funktionierende Infrastruktur.
00:23:45: Das werden wir als KZBV nicht leisten können.
00:23:48: Das ist wirklich Aufgabe der Politik.
00:23:52: Als letztes und auch wichtigen Punkt wenn wir kein Praxisteam haben, dass bereit ist mit einem Zahnarzt zu arbeiten, dann nützen auch die meisten Zahnärzte nichts.
00:24:00: also Da ist auch eine große, große Lücke.
00:24:04: Es muss den Zahnärzten möglich sein, ihren Praxisteams beruflich attraktive Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen.
00:24:11: und da sind sie gerade in heutiger Zeit mit mobiler Arbeit Homeoffice
00:24:14: usw.,
00:24:15: eh schon in einer nicht ganz so einfachen Lage.
00:24:17: Und dann muss der Rahmen passen.
00:24:19: und hier sehe ich die Politik auch In einer großen, großen Verantwortung.
00:24:25: aber der Standespolitiker, der das gesagt hat.
00:24:28: Dass man den Studierenden das klar machen muss was für ein toll ist aber auch preisintensives Studium sie hier erhalten dass sehe ich schon auch so.
00:24:35: also darüber sollten die Personen sich schon klar sein was die Gesellschaft ihnen hier ermöglicht.
00:24:41: Ja wichtiger Punkt Guck mal auf die Sachen die Sie jetzt schon genannt haben.
00:24:46: zum einmal haben sie Anfangsdauer gesprochen das ja auch für das Thema Nachwuchsforderung zuständig sind.
00:24:49: da kommen wir gleich noch drauf.
00:24:50: Aber das was sie jetzt umrissen haben betrifft den Nachwuchs, den wir noch nicht haben, der noch gar nicht angefangen hat zu studieren.
00:24:57: Aber natürlich jetzt auch die vielen jungen Frauen und Männer, die jetzt schon im Beruf sind.
00:25:01: aber wo jetzt die Frage ansteht?
00:25:04: Eben lassen sie sich nieder oder nicht.
00:25:05: Jetzt sind Sie ja langjährig in der KZV in Sachsen unterwegs gewesen, so sind es um zwanzig Jahre.
00:25:10: da waren immer schon mehr Frauen in der Zahnmedizin traditionell und dann nach der Wende in eigener Praxis tätig Und dort wirkt die Demografie noch schneller negativ als in vielen westlichen Bundesländern.
00:25:21: das ist das eine.
00:25:22: Und trotz des hohen Frauenanteils in Sachsen waren die Körperschaften doch in weiten Teilen auch männlich besetzt.
00:25:27: Jetzt ist die Frage, wo sehen Sie denn Hebel und Ansätze um die Zahnärztin eben zur Praxisübernahme unserer Gründung zu motivieren und sie zu unterstützen?
00:25:34: Denn die sind jetzt in dem Alter, wo sie die Entscheidung treffen müssten.
00:25:37: Und auf der anderen Seite – Sie haben es schon gesagt – Nachwuchsförderung ist Ihr Thema im Vorstand.
00:25:43: Wie geht's da weiter?
00:25:44: Die AG Frauenförderung gibt es in der Form nicht mehr.
00:25:46: Da gab es schöne Vorschläge für die KZV und die teilweise von den KZ-Frauen auch im Bauschenbogen abgelehnt wurden.
00:25:51: damals, die alten Vorstände.
00:25:54: Jetzt wie gehts weiter mit der Förderung des Nachwuchses in der Selbstverwaltung?
00:25:57: also einmal wir kriegen junge Frauen in die Praxis?
00:26:00: und zum anderen, wie kriegen sie in die Selbstverwandlung?
00:26:03: Also zu dem ersten Punkt Unsere Zahlen zeigen schon, dass die Niederlassung nach wie vor wirklich attraktiv ist.
00:26:09: Sowohl für Männer als auch für Frauen.
00:26:11: aber in der Regel gehen die jungen Zahnärztinnen und Zahnerzte später an die Niederlassung Und ich denke das speziell für Frauen, was auch relativ naheliegend ist.
00:26:19: Die werden im Anstellungsverhältnis in der Regeln erstmal ihre Familienplanung abschließen und sich danach mit dem Thema Praxis auseinandersetzen.
00:26:27: denn als Frau Die Kinder bekommen möchte, bin ich einfach im angestellten Verhältnis mit Mutterschutz besser aufgehoben als in der Selbstständigkeit.
00:26:36: Das ist ja auch etwas wo man sich wirklich mal Gedanken machen muss das für Frauen ein Nachteil wenn sie in einer Niederlassung sind.
00:26:45: Dieser Weg heraus aus der Anstellung in die Niederlassung, da denke ich dass die Kammern und KZVen wirklich schon vielfältige und gute Programme anbieten durch Existenzgründer-Seminare oder auch durch Praxisbörsen.
00:26:57: Das fand ich immer sehr spannend.
00:26:59: das haben wir in Sachsen jahrelang gemacht wo wir Abgeber und potentiell interessierte Zahnärzte zusammen gebracht haben.
00:27:06: Das sind sehr schöne Formate oder auch Patenschaften.
00:27:10: Das gibt es glaube ich im Westfalen Lippe.
00:27:11: also ist man sehr, sehr kreativ und unterwegs und findet auf dem Weg auch Menschen die bereit sind in die Niederlassung zu gehen.
00:27:21: Und außerdem gibt es ja an vielen KZVen mittlerweile auch die sogenannten Strukturfonds, die auch viele kritisch sehen weil dort geben ja Kassen- und KZFaun Gelder rein um Zahnärzt zu motivieren in von unterversorgend bedrohte Gebiete zu gehen.
00:27:39: Aber und da schließt sich wieder der Kreis, wenn die Infrastruktur nicht stimmt dann kann ich noch so viel Geld in die Hand nehmen.
00:27:44: Da wird ein Zahnarzt sich dort in der Regel trotzdem nicht niederlassen.
00:27:48: aber Ich glaube trotzdem man sollte das nicht zu schwarz sehen.
00:27:52: Man wird auch nach wie vor junge Menschen begeistern können in die Niederlassung zu gehen Denn die Freiberuflichkeit und Selbstständigkeit hat auch viele viele Vorteile Und dass sollte man bei allem Nachdenken uns zurecht anmerken, dass wir Bürokratieabbau brauchen.
00:28:06: Darf man auch nicht vergessen das es trotzdem ein toller, toller Beruf ist.
00:28:11: und wie gesagt die Zahlenärzte gehen noch in den Niederlassung nur in der Regel später.
00:28:15: Das war der eine Punkt da so zu sein Wie kriegen wir die Praxen in die Niederassung?
00:28:20: Und dann wollen wir natürlich diese Menschen auch gewinnen sich in der Selbstverwaltung zu engagieren weil wenn wir denen finden haben wir keine selbst Verwaltung mehr und da möchten wir auch viele Frauen haben.
00:28:29: das war der andere Punkt den sie angesprochen haben Und ich möchte noch einmal kurz zurückkommen auf die AG Frauenförderung.
00:28:38: Das war damals wirklich eine ganz tolle AG und zu dem Zeitpunkt waren wir ja auch nur drei Vorständen, also das war ja noch in der letzten Amtsperiode, das war Frau Dr.
00:28:48: Meier als Vorsitzende, dann war es Frau Dr.
00:28:50: Lucht Geuter aus Brandenburg und ich als stellvertretende Vorsitzender und dann waren denn diese AG noch andere standespolitisch aktive Frauen aus Vertreterversammlungen oder Berufsverbänden Und wir hatten an dieser Stelle auch ein Quotenmann.
00:29:05: Dieser Quoten Mann war der Herr Dr.
00:29:06: Esser, der damalige Vorstandsvorsitzende der KZBV und ich glaube das für ihn eine doch sehr aufschlussreiche und interessante Zeit war weil er dort gemerkt hat dass Frauen an vielen Stellen anders ticken und insbesondere an der Stelle ob man einen Amt annimmt sich stärker hinterfragen oder viele Frauen, sie stärker hinter fragen bevor sie eine Entscheidung treffen.
00:29:34: Und das sind Punkte darüber muss man sich bewusst sein.
00:29:37: und Sie sagten dass dieses Gesamtkonzept was wir dort erstellt haben mit der Selbstverpflichtung Das wurde dann in der VV verabschiedet.
00:29:46: ja Wir haben darüber auch lange gesprochen Aber ich denke, dass es doch ein guter Weg gewesen wäre Frauen in die Standespolitik auch zu bekommen.
00:29:54: So das ist jetzt Geschichte.
00:29:56: wir haben Frauenquote Wir haben viel mehr Frauen in den Gremien und Ich finde Das auch richtig richtig schön weil ich finde Dass man in gemischten Teams auch wirklich viel konstruktiver und zielorientierter arbeiten kann wobei ich ja fairerweise sagen Kann ich habe noch nicht eine Männerteam gearbeitet also Frauen also gemischteteams finde ich einfach wirklich Gut.
00:30:16: Und wir sind jetzt gerade bei der KZBV dabei, um Nachwuchs für unsere Gremien heran zu ziehen.
00:30:26: Ein Fortbildungskonzept aufzusetzen ein niedrigschwelliges Fortbildungskonzept wo wir einfach zeigen wollen was ist Selbstverwaltung?
00:30:33: Was ist Standespolitik?
00:30:34: Was haben wir hier für Themen und wie Gewinn bringen das auch es sich dort einzubringen.
00:30:40: Und da sind wir gerade dabei, das Konzept zu finalisieren und werden da ich denke im ersten halb Jahr siebenundzwanzig an den Start gehen.
00:30:50: Das ist gerade sehr spannend!
00:30:51: Hier sind wir natürlich bemüht – und das war ja auch ein Punkt aus unserem Konzept -, dass wir gerade als Referentinnen und ModeratorInnen Frauen mit dem Team haben um Frauen sichtbar zu machen.
00:31:04: Und das ist jetzt gerade der Plan, den wir haben.
00:31:09: Und zu diesem Thema Nachwuchsförderung bieten ja auch andere KZVen ihre Programme an.
00:31:15: Zum Beispiel jetzt auch aktuell die KZW Baden-Württemberg macht etwas ähnliches, was die KzBV vorhat und das sehen wir jetzt auch nicht als Konkurrenz sondern als ergänzende Programme weil uns geht es ja um die Sache.
00:31:27: Wir wollen mehr junge Zahnärzte in unseren Gremien sehen.
00:31:33: Frau Gorski, lassen Sie uns das Thema Nachwuchsförderung noch mal beleuchten.
00:31:37: Wir in Nordrhein-Westfalen hier haben was das Thema Hausarztversorgung betrifft wohl die niedrigste Quote demnächst im ganzen Bundesgebiet.
00:31:45: Hier ist man also wirklich wohl teilweise nicht überrascht worden.
00:31:49: Das war ja lange absehbar aber doch relativ hilflos und man versucht das irgendwo gegenzusteuern.
00:31:54: Lassen sie es erst einmal beleuchte im Zahnarztbereich da hat er eine große Standesbank mal versucht durch Praxen, die man den jungen Zahnärztin zur Verfügung stellt an dem Markt zu gehen.
00:32:07: Das hat man wieder eingestellt aus verschiedenen anderen Gründen heraus.
00:32:11: ein anderes Beispiel ist die KV Niedersachsen hat im Saterland das liegt so etwas oberhalb des Frisischen Da haben beide Hausärzte ihre Tätigkeit eingestellt, da hat dann die KV die Praxis übernommen und dann versucht über mehrere Jahre durch Angestellte Ärzte, die man dann akquiriert hatte.
00:32:28: Jetzt hat man die Praxen übergeben an die beiden dort tätigen jungen Ärztinnen.
00:32:33: Ich will damit einen Punkt ansprechen ist es nicht ein Modell möglicherweise für die KZF?
00:32:39: Gerade in absolut unterversorgen Gebieten oder da wo die Unterversorgung droht, wo man auch nicht in eine Wettbewerbssituation mit dort vorhanden in Praxen kommt unbedingt, möglicherweise als KZV den Staat in diese Selbstständigkeit zu unterstützen.
00:32:55: Durch Finanzmodelle durch Standortsuche, durch das einbringen des Hohener Hauses was die regionalen KZF ja im Grundsatz auch haben zumindest den Staat zu unterstützen ist es eine Möglichkeit?
00:33:07: Das ist eine Möglichkeit von vielen anderen Möglichkeiten.
00:33:11: Wir haben in Sachsen darüber nicht gesprochen, ob das für uns ein Weg wäre?
00:33:15: Wir haben halt durch andere Programme versucht es attraktiv zu machen.
00:33:19: aber auch das ist natürlich eine Möglichkeit vom vielen.
00:33:23: ich glaube die KV Thüringen hat ja auch so einen Programm aufgesetzt für Ärzte.
00:33:28: Ja, ich glaube das für junge Zahnärztinnen und Zahenerze dieser Schuldenberg den man aufnimmt schon sehr abschreckend sein kann.
00:33:36: Und dass die dankbar sind und froh für Modelle wo sie sozusagen einen doppelten Boden haben und da ist es sicherlich eine Option über die man reden kann.
00:33:45: aber das ist natürlich jetzt vom Ansatz ja nicht das Ziel weil wir halt eben die Personen in der Selbstständigkeit und Freiberuflichkeit haben wollen.
00:33:56: Das würden wir kontakarieren, wenn wir das als KZV machen.
00:33:59: Aber sicherlich sind das auch Themen für die man offen sein muss, wenn man wirklich in einem unterversorgten Bereich unterwegs ist.
00:34:06: Zum Beispiel dafür geht, wo das gescheitert ist.
00:34:08: Es ist nicht immer erfolgreich gewesen.
00:34:11: Wir haben darüber gesprochen wie bekommt man junge Frauen oder junge Männer natürlich auch in die Selbstverwaltung?
00:34:16: Die Themen sich verändern.
00:34:17: eines der Themen, sie hatten es schon angesprochen ist Mutter werden wenn man selbstständig in einer Praxis ist.
00:34:22: Das ist ja mal eine Frage wie man sich engagiert?
00:34:24: Wie schnell sehen Sie denn Chancen dass so Themen wie eben Mutterschutz oder Mutterschutz Regelungen auch für selbständig tätige das ist ja ein Thema aus dem Koalitionsvertrag von jungen Menschen die sich jetzt in der Standungspolitik engagieren auch tatsächlich interessiert werden können in diesem Tagesbetrieb und auch politischen Betrieb bei einer KZV oder KZP VGA.
00:34:43: Also ich kann das vielleicht anders beantworten.
00:34:46: Wir haben auch wieder ein Sachsen, gut ich komme halt jetzt da!
00:34:48: Ich war da nah dran und wir haben dieses Thema ja auch dort bearbeitet Und wir haben dort in der Vertreterversammlung damals aus meiner Sicht einen sehr innovativen Beschluss gefasst dass man gesagt hat wenn eine junge Frau selbstständig ist also die in einer Praxis ist und innerhalb von fünf Jahren nach der Selbständigkeit ein Kind bekommen hat dann kriegt sie einen Bonus.
00:35:12: Ich glaube, es waren dreißigtausend Euro um das sozusagen abzufedern diese Nachteile die sie einfach hat und das ist eigentlich sehr gut aufgenommen worden.
00:35:23: Also ich weiß natürlich jetzt nicht wie viele Frauen mittlerweile das in Anspruch genommen haben aber es war auf jeden Fall klar dass wir damit etwas getroffen haben und auch die Diskussion darüber geführt wurde und nochmal auf den Tisch kam.
00:35:35: Und ich glaube wirklich, dass das für Frauen ein großes Thema ist und es erleichtern würde wenn man an dieser Baustelle etwas arbeiten würde?
00:35:43: Ja jetzt haben wir ganz viel über die Themen- und Probleme der dentalen Landschaft in Deutschland gesprochen.
00:35:50: Frau Goski sie begleiten ja nun die Zahnärzteschaft auch schon wie gesagt familiär bedingt schon sehr lange.
00:35:56: vor fünfundzwanzig Jahren waren Sie Praktikantin bei der KCVWL.
00:36:01: Jetzt blicken Sie doch mal zurück, was hat sich denn aus Ihrer Sicht zum Positiven verändert?
00:36:06: Ich würde das gerne erstmal ein bisschen allgemeiner beantworten wollen.
00:36:10: Also ich erlebe den Berufsstand wirklich als einen sehr offenen und zukunftsorientierten und modernen Berufsstand Und das finde ich total positiv.
00:36:20: Also die Zahnärzte sind offen für Veränderungen und auch diese ganzen Digitalisierungsthemen, der Berufsstand ist enorm digitalisiert aber es mussten halt nutzbringende Anwendung sein und dass die Zahnerze das kritische hinterfragen an vielen Stellen kann nicht gut nachvollziehen.
00:36:37: also das finde Ich total positiv.
00:36:39: Das war bestimmt auch schon immer so Aber das ist auf jeden Fall positiv Toll und da kann die Zahnärzteschaft auch wirklich stolz drauf sein, dass sie aus dem Berufsstand heraus Versorgungskonzepte hin zu einer präventionsorientierten Zahnhaltkunde entwickelt hat.
00:36:56: Und wenn man sich die DMS-Sex-Studie anschaut, dann kann man wirklich sagen das ist ein großer Erfolg für die Zahnerztesschaft.
00:37:04: Das finde ich wirklich toll!
00:37:06: Ja, das ist sicherlich auch Outstanding, das haben andere medizinische Fächer nicht erreicht.
00:37:12: Aber wo würden Sie sich selbst gerne noch mehr Bewegungen gewünschen?
00:37:16: Was möchten Sie gerne oder was wollen Sie vielleicht auch unbedingt noch anschieben?
00:37:20: Also ich habe mir jetzt in meinem Ressort, also wie gesagt im bunter Blumenstrauß ist schon ein paar Themen vorgenommen die ich anschieben möchte wo ich auch hoffe dass es für die Zahnärzte nutzbringend ist.
00:37:29: Oder ich gehe davon aus wenn das durchkommt.
00:37:31: aber es gibt ja Sachen die kann man auch nicht alleine machen da brauchen wir auch Vertragspartner dafür.
00:37:35: Da kann ich aber noch nicht drüber reden.
00:37:37: Das können wir dann vielleicht zum späteren Zeitpunkt machen.
00:37:40: und ansonsten wünsche ich mich natürlich deutlich mehr Bewegung in der Politik.
00:37:45: Da muss aus meiner Sicht einfach die Prävention zum politischen Leitbild werden für die anstehenden Reformen.
00:37:52: Und da möchte ich meinen Beitrag natürlich leisten und da brauchen wir Bewegung.
00:37:58: Ja, wunderbar Frau Gossky!
00:38:01: Zum Schluss vielleicht nochmal ein großes Dankeschön an Sie und ich bin sehr dankbar und froh, dass sie jetzt in dem Bereich tätig sein können.
00:38:10: Weil ich habe heute rausgehört was ihre Ideen sind und die decken sicher ganz viel auch mit den Themen, die wir hier unserem Podcast auch besprechen und auch fördern wollen.
00:38:21: oder wir unterstützen die Freiberuflichkeit Wir wollen junge Zahnärzte und vor allem junger Zahnärztin.
00:38:27: Und da haben wir in der Ausgabe auch ein schönes Beispiel mit Frau Dr.
00:38:31: Anne Haag, die ja aus Frankfurt sich niedergelassen hat – mit zwei Kindern infamiliegebunden
00:38:36: etc.,
00:38:36: das unterstützen wir gerne weiterhin auf der Parallelspur.
00:38:41: Lassen Sie uns also unseren Weg weiterparallelieren.
00:38:43: Gerne gehen!
00:38:44: Da meine ich sie jetzt in Ihrem Amt und Marian an Ihrer Stelle, ich in meiner Stelle.
00:38:49: Das ist weiterhin unsere Aufgabe.
00:38:51: Ich fühle mich dadurch sehr motiviert, Ihnen heute zugehört zu haben.
00:38:55: Viel Spaß gemacht, vielen Dank.
00:38:57: Und ja ich denke wir bleiben einfach in Kontakt ne?
00:39:00: Ja werden wir bleiben denn!
00:39:01: Wir beide haben mit Sicherheit noch mehr Themen spielte es uns bei der nächsten Vertreterversammlung der Kassenzahlen als sich im Bundesvereinigung und wenn die Politik ernst macht mit Reformplänen oder auch vielleicht mal mit dem Plan tatsächlich den Mutterschutz und die Mutterschaft für selbstständige Frauen neu zu regeln.
00:39:16: Auch da werden wir sicherlich viel noch zu diskutieren haben.
00:39:18: Ich darf mich sehr, sehr herzlich bedanken für dieses sehr schöne Gespräch mit vielen guten Ideen und Einblicken, glaube ich, für viele auch, die sich mit Standespolitik, mit KZV und KZB-Vorfeld so noch nicht befasst haben und den vielen guten Hinweisen darauf wie wichtig zahnärztliche Selbstverwaltung ist.
00:39:33: Vielen Dank!
00:39:35: Ich möchte mich auch bei Ihnen bedanken für das schöne Gespräch.
00:39:37: Und wir haben viele Themen angerissen, über die man sicherlich noch viel länger sprechen kann und mir ist es aber auch nochmal wichtig zu betonen dass ich grundsätzlich so den Menschen gehöre die positiv in die Zukunft schauen und ich bin immer bemüht das Beste aus einer Situation zu machen.
00:39:53: und bei allen Dingen die jetzt anstehen Es ist ganz ganz wichtig, dass man im Dialog- und Austausch miteinander bleibt.
00:39:59: und was mir beim meiner Tätigkeit besonders wichtig ist So arbeite ich jetzt ja auch schon für um zwanzig Jahre, dass sich bei Themen wo man noch nicht immer einer Meinung ist.
00:40:10: Immer mir Gedanken darüber mache ob das gegenüber vielleicht recht haben könnte und das muss man einfach in seine Entscheidungsprozesse mit einbeziehen und man muss einfach auf Augenhöhe und wertschätzend miteinander umgehen und es sollte uns ja einfach begleiten.
00:40:25: Und in diesem Sinne wünsche ich mir jetzt von allen Pläern im Gesundheitswesen den nötigen Sachverstand für die notwendigen und anstehenden Reformen im Gesundheitsweisen.
00:40:37: Ja, liebe Hörerinnen und Hörern!
00:40:38: Das war Dental Minds der Infopodcast für Zahnarztpraxis & Labor.
00:40:43: Diesmal mit Frau Maike Gorske-Göbel zum Wandel durch mehr Frauen im Berufsstand und zu ihrer Arbeit in der zahenerzlichen Selbstverwaltung.
00:40:51: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:40:52: – wir freuen uns wenn Sie unseren Podcast bei Spotify oder bei Apple Podcast bewerten und wenn sie Ihnen beim Dienst Ihrer Wahl abonnieren.
00:41:00: Es gibt jeden ersten Donnerstag im Monat eine neue Folge überall wo es Podcast gibt.
00:41:06: Wenn Sie Anmerkungen oder Fragen zu dieser Folge haben, dann schreiben sie uns an podcastatquintessence.de
00:41:14: Und alle Links und Adressen zu mehr Informationen zu unserem Thema finden Sie wie immer in unseren Schonots.
00:41:19: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:41:23: Das war Dental Minds der Infopodcast für Zahnarztpraxis & Labor mit Marion Marschall und Karl-Heinz Schneider Ein Quintessance Podcast.