#44 Kammer kann mehr – mit Dr. Gordan Sistig, Präsident der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe

Shownotes

„Wer einmal die Praxis gründet, wird sie irgendwann wieder abgeben. Und ein Ziel, was ich mir in meiner Präsidentschaft auf jeden Fall auch gesetzt habe, ist: Ich möchte für alle Lebensphasen da sein.“ Im Podcast spricht Dr. Gordan Sistig, Präsident der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe, mit Dr. Marion Marschall und Dr. Karl-Heinz Schnieder darüber, was eine Kammer heute für die Zahnärztinnen und Zahnärzte leisten kann und muss. Würde er sich heute noch einmal niederlassen? „Ja, ich habe mich damals jung und wild gefühlt, heute tue ich es immer noch, und ich würde mich auch wieder niederlassen.“

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• Zur Zahnärztekammer Westfalen-Lippe

Dr. Gordan Sistig (Jahrgang 1967) ist als Oralchirurg in eigener Praxis in Marl niedergelassen. Seit vielen Jahren in der zahnärztlichen Standespolitik aktiv, ist er seit Februar 2025 Präsident der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe. Sistigs Interesse gilt auch der Digitalisierung in der Zahnmedizin und im Gesundheitssystem. So ist er Mitglied im Arbeitskreis Artificial Intelligence in Dental Medicine der DGZMK und für die Bundeszahnärztekammer Mitglied der Gesellschafterversammlung der Gematik.

Dr. Marion Marschall ist seit 1998 als Fachredakteurin und Chefredakteurin in der dentalen Welt unterwegs und seit 2018 Chefredakteurin von „Quintessence News“.

Dr. Karl-Heinz Schnieder ist seit 1994 als Anwalt tätig und Fachanwalt für Medizinrecht, Mediator, Autor, Referent und Partner der auf Heilberufe spezialisierten Kanzlei KWM Law in Münster. Er hat auch das Konzept der Gesundheitsregionen entwickelt.

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, erreichen Sie uns per Mail an podcast@quintessenz.de.

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Transkript anzeigen

00:00:03: Ja, ich habe mich damals jung und wild gefühlt.

00:00:06: Heute tue ich es immer noch und ich würde mich auch wieder niederlassen weil Ich finde immer noch der Meinung Es ist ein wunderschöner beruf und vor allem wenn man ihn frei und selber gestalten kann das ist ja das thema der freiberuflichkeit dann Ist das schon wirklich eine ganze Menge wert Und sie hat mich in meinem leben sehr sehr erfüllt.

00:00:28: Ich möchte digitalisierung da einsetzen wo sie mir wirklich hilft und wo sie entlastung bringt.

00:00:34: Und ich brauche sie nicht nur, weil irgendein schönes Bild dabei entsteht.

00:00:38: Man kann heute eine ganze Menge Dinge digital abbilden aber muss sich wirklich die Frage stellen, habe ich was davon?

00:00:43: Hat der Patient etwas davon?

00:00:45: Werden Strukturen verändert und komme vielleicht sicherer zu bestimmten Zielen?

00:00:49: also das sind ja alles auch Qualitätsmarschstäbe, die dahinter stehen.

00:01:08: Die Fachredakteurin und der Fachanwalt diskutieren Themen und Trends

00:01:12: für

00:01:13: Praxis- und Labor.

00:01:15: Und verhelfen Ihnen zu mehr Durchblick im Dentalmarkt!

00:01:19: Verlassen Sie sich drauf.

00:01:25: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast, wir sind Karlheinz Schneider...

00:01:29: ...und Marion Marschall.

00:01:31: Wir nehmen für sie jeden Monat Themen & Trends unter die Lupe, die für sie in der Zahnarztpraxis und im Dentalabor wichtig sind oder werden könnten.

00:01:40: Tja, in der Kammer sind sie zwangsweise alle.

00:01:42: Vom Vorbereitungsassistenten bis zur Zahnärztin im Rohrstand.

00:01:46: Einige Zahnarzte kann.

00:01:47: man bieten auch Studierenden bereits die freiwillige Mitgliedschaft an.

00:01:50: Kammern sind Standes- und Interessenvertretungen im Land aber als Körperschaft des öffentlichen Rechts sind Sie auch Kontrollaufsichts- und Vollzugsorgan.

00:01:58: Damit unterliegen Sie dann auch wieder selbst der Aufsicht durch die Politik.

00:02:02: Nur Geld verteilen Sie nicht anders als die Kassenzahnärzlichen Vereinigungen.

00:02:06: Ja, unsere Kammern sind eine deutsche Spezialität.

00:02:10: Alle freien Berufe vom Steuerberater bis zum Juristen sind sogenannte verkammerte Berufer.

00:02:16: Sie geben sich im Rahmen der Gesetze ihre Berufsordnung selbst stellen ihr eigenes Berufsgericht.

00:02:22: Das heißt, sie können Maßnahmen bei Verstößen gegen die Pflichten der Kammer verhängen und diese wiederum werden dann überprüft von den sogenannten Berufs- gerichten, die in der Regel bei den Verwaltungsgerichten angehängt sind.

00:02:35: Und die Kammern sind auch zuständig für die Ausbildung des Fachpersonals und generell auch für die aus- und weiter Bildung.

00:02:42: Ihre Delegierten werden gewählt.

00:02:44: Die Vorstände arbeiten ehrenamtlich!

00:02:47: Wir sollten nah am Beruf und auch am Puls der Zeit sein, Ihre Mitglieder entsprechend vertreten und unterstützen.

00:02:54: Aber die große Frage ist, schaffen die Zahnärzte?

00:02:57: kann man das heute alles noch inklusive Nachwuchsförderung Niederlassungsmotivation neuen Anforderungen durch Digitalisierung und Co?

00:03:04: Und viel Bürokratie von allen Seiten?

00:03:06: Wie kann eine moderne Kammerarbeit heute aussehen?

00:03:09: Darüber sprechen wir mit einem der jüngeren Kammerpräsidenten der Republik.

00:03:13: Dr.

00:03:13: Gordon Sistich ist Zahnast und Ural Chirurg in Mahl, seit November-Zw.Präsident der Zahnarzt der Kammer Westfalen Lippe.

00:03:21: Mit mehr als achttausend Fünfhundert Mitgliedern ist sie eine der großen Kammern im Land.

00:03:25: Wir kennen uns schon lange – auch wegen seines Interesses aus dem ganzen Thema Digitalisierung und KI – und sind inzwischen per Du!

00:03:31: Herzlich willkommen lieber Gordon!

00:03:33: Ja vielen Dank für die Einladung und ich freue mich wirklich sehr hier heute dabei sein zu dürfen.

00:03:40: Und liebe Marion, die Frage, die hier aufgeworfen worden ist.

00:03:44: Ich glaube das ist eine der wichtigsten Fragen überhaupt denn gerade in der Situation, in der wir uns aktuell befinden verändert sich der Berufsstand und wir merken es an allen Ecken und Enden.

00:03:55: Das Thema Digitalisierung ist ja auch schon angesprochen worden.

00:03:58: darüber werden wir mit Sicherheit noch in diesem Podcast das ein oder andere besprechen.

00:04:03: ich finde die Zahnärzte Kammer hat wirklich ein Spagat eigentlich zu leisten, nämlich einmal neben der Tatsache der klassischen Aufgaben sowie wie Sie schon gehört hatten Berufsordnung fort und Weiterbildung Qualitätssicherung.

00:04:17: Und natürlich auch die Interessen der Mitglieder zu vertreten.

00:04:20: auf der anderen Seite ist aber eben durch die Änderung, die wir jetzt im Berufsstand erleben Auch das Thema Digitalisierung künstliche Intelligenz Und wer hätte das vor zwanzig Jahren gedacht, Fachkräftemangel?

00:04:30: Eine der Punkte genauso wie die neuen Verordnungsformen und dass von der Politik immer wieder angesprochene Thema Entbürokratisierung eines der Kernpunkte mit der wir uns natürlich auch dann auseinandersetzen müssen.

00:04:42: Ja, das ist ein Spagat aber ich denke gerade eine moderne Kammer und auf dem Weg befinden wir uns zumindest hier in Westfalenlippe.

00:04:50: da sehe ich eigentlich schon Möglichkeiten, dass man all diese Punkte miteinander auch auf den Weg bringen kann.

00:04:56: Ja, auch von mir ein herzliches Willkommen lieber Herr Sistig.

00:04:59: Wir kennen uns ja auch schon lange.

00:05:02: da waren sie damals als junger Wilder noch delegierter bei Kammer und KZV angetreten und auch mit der Absicht dort Veränderungen herbeizuführen.

00:05:13: Jetzt sind Sie ja schon einige Jahre im berufsrechtlichen Leben dabei sowohl in der Kammer- und auch in der KZF.

00:05:19: Und was hat sich denn geändert vor allem für die Kammern?

00:05:23: wenn Sie da drauf blicken, so von innen und aber auch von außen?

00:05:27: Die Zahnärztekammer... ich blicke noch mal nach außen.

00:05:29: Die Zahnerzerkammer in Westfalen-Lipp hat sich zumindest baulich nicht erheblich geändert, aber von ihnen!

00:05:36: Und das ist ein Punkt über den brauchen wir gar nicht groß nachdenken.

00:05:40: die sind in der Zeit, in der wir heute eben gar nicht mehr in der Lage mit den alten Strukturen von früher eigentlich abzubilden was wir eigentlich abbilden müssen um tatsächlich alle Mitglieder entsprechend zu unterstützen.

00:05:51: Und ein großer Punkt, der mir dann immer wieder auch einen Fragezeichen gibt ist, wie spreche ich eigentlich Mitglieder an?

00:05:58: Wir haben ein Thema.

00:06:00: Das ist natürlich auch wenn wir gerade das Thema Datenübergabe-Transfer die KZV macht auf einem Wege und wir versuchen es jetzt mit einer Mitglieder App.

00:06:09: Das heißt also ganz dezidiert zugeordnet zu den Mitgliedern, die wir zum Beispiel in bestimmten Ausschüssen mitarbeiten haben zB in der Kammerversammlung direkt anzusprechen und damit eigentlich auch schon das Thema Digitalisierung seitens der Kammer zu leben, und damit auch aktiv für uns zu unterstützen.

00:06:26: Und wir sehen auch schon die ersten Mehrwerte nämlich dadurch dass wir an der einen oder anderen Stelle tatsächlich Verwaltungsaufgaben schneller abbilden können.

00:06:34: und mit wesentlich weniger miterweitern muss ich ganz ehrlich sagen, ist schon mein erstes Ziel was wir dort haben.

00:06:40: Natürlich ist es auch so dass die Weiterbildungsordnung in den Jahren jetzt sich geändert hat.

00:06:45: Die Muster-Weiterbildungsordnungen sind wundangepasst worden.

00:06:47: Auch hier sind wir natürlich dabei das auf der Landesebene entsprechend zu bringen.

00:06:52: und was ich ganz interessant finde ist das Thema politische Kommunikation.

00:06:56: Früher war das so, da wussten die Politiker alle Zahnärzte ja.

00:06:59: Die machen Zahnmedizin.

00:07:01: aber wenn wir uns das heute mal anschauen dann ist es schon so dass wir merken dass wir eigentlich in einem Gesundheitswesen unterwegs sind in dem viele Player miteinander verbunden und vernetzt unterwegs sind.

00:07:11: Und das ist auch ein Punkt für mich oder ein wesentlicher Punkt, auch in der Arbeit als Präsident hier in der Zahnärztekammer, dass ich nämlich auch Kontakt habe mit der Ärztekammer, mit der Apothekerkammer und dem Umfeld um all diese Dinge auch teilweise dann gemeinsam besprechen zu können und einfach einen Ziel für unsere Mitgliederinnen und Mitglieder zu erarbeiten was da letztendlich über Vorstand- und Kammerversammlung dann noch umgesetzt werden kann.

00:07:35: Ich denke mal zurück an meine ersten Berufsjahre bei der KZV Westfalenlippe, da waren wir ja oder sind bis heute noch unmittelbare Nachbarn.

00:07:43: Aus meinem damaligen Blickwinkel wehte in den Kammern ein anderer Winter wurde noch der blinkende Zahn im Fenster abgemahnt.

00:07:51: Da wurde auch noch mit den Mitgliedern teilweise so kommuniziert dass mir meine Mandanten damals, meine damaligen Mandaten beschrieben.

00:07:59: Das hat ja fast schon eine Art Polizei-Charakter dort.

00:08:02: Da hat sich sicherlich einiges verändert.

00:08:03: ich glaube das in dem ich heute auch war der Weg hin zum Dienstleistungszentrum den ist man ja sicherlich bewusst auch gegangen.

00:08:12: und diese von Marion beschriebene Zwitterstellung auf der einen Seite Aussichtsorgane auf der anderen Seite Mitgliedervertretung ist natürlich immer wieder geeignet auch den Unmut aussicht zu ziehen.

00:08:22: wie sehen Sie das denn heute so?

00:08:24: zu Ihren Mitgliedern.

00:08:25: Ich glaube, Sie verstehen sich als Dienstleister oder?

00:08:27: Ja wir haben ja vorhin schon gesagt es ist eine gewisse gemeinsame Zeit inzwischen überblicken können und ich bin auch noch einer von denen der in die Zahnarztpraxis damals in die eigene Niederlassung gegangen ist und wo Schilder vermessen worden sind.

00:08:40: wenn man dann überlegt hat wie breit wie hoch darf er ein Schild haben oder darf er zwei Schilden haben?

00:08:46: zum Glück hat sich dies natürlich ganz gewaltig gewandelt und wir sehen ja auch, das ist das was wir eigentlich aktiv mit versuchen zu begleiten.

00:08:54: Dass eben diese Änderungen notwendig sind für unseren Berufsstand.

00:08:57: Und dazu gehört an der Stelle auch ganz sicher und ganz klar dass man nicht das Gefühl hat, dass man ständig mit einer Verwaltung redet die wirklich nur Verwaltungssprache hat sondern dass wir hier eigentlich immer wieder das Ziel setzen wollen, dass unsere Mitglieder wissen wenn sie Fragen haben, wenn Sie Anbegründete Probleme haben im Bereich der Niederlassung finden oder irgendwelche anderen Schwierigkeiten haben, dass sie uns als Kammer auch als Ansprechpartner haben und nicht als Verwaltung sehen.

00:09:24: Natürlich ist das dieser Spagat administrativ auf der einen Seite eben als Organ unterwegs zu sein und Qualitätssicherung durchzuführen.

00:09:33: Und dafür steht die Zahnmedizin an oberster Stelle.

00:09:35: Da brauchen wir gar nicht darüber diskutieren.

00:09:37: Das wird die Kammer weiterhalten.

00:09:39: Trotzdem ist es so, dass man auch unter diesen Vorgaben in der Lage ist natürlich den Mitgliedern auch Benefits zu beten und Unterstützung zu bieten.

00:09:46: Und das macht eine Kammer heute eigentlich attraktiv und vor allem für jüngere Kolleginnen und Kollegen interessant.

00:09:52: Ich glaube schwierigste ist immer die Kommunikation einfach Die Inhalte, die man hat auch so weiterzugeben, dass Man in der Lage ist nachher zu sagen ich melde mich mal bei der Kammer Viele wissen ja gar nicht was bei uns alles an Möglichkeiten Unterstützung zur Verfügung

00:10:05: steht.

00:10:07: Und dann gibt es einen zweiten Spagat.

00:10:08: Das ist ja der oder das passiert auch nicht selten, dass ja Mitglieder ihres Hauses ja auch untereinander mal aneinander geraten.

00:10:17: Die Nachbarpraxis macht möglicherweise Dinge die mir selber nicht gefallen und dann kommt es ja darauf an dort auszugleichen und auch dort möglicherweise den Interessenausgleich herbeizuführen.

00:10:30: Auch das wird sicherlich oft ein Spagats sein.

00:10:33: Natürlich hieß das immer wieder ein Spargat aber ich Sieht das immer von der Seite aus, jeder hat ja für seinen Blickwinkel und seine Sichtweise zunächst mal in der Brühndu warum er etwas macht.

00:10:44: Und gerade dieses Ausgleichen ist auch eine Herausforderung und wenn man sie gut lebt und realistisch gestalten kann dann sieht man dass was sowohl im zahnärztlichen Miteinander ganz genauso funktioniert wie auch mit dem politischen Miteinander.

00:10:58: Und das ist, glaube ich auch ein ganz wichtiger Punkt den alle mitnehmen müssen.

00:11:01: Der für mich auch wesentlich zählt ist einfach dass man sagt man muss aufeinander offen zugehen und auch in der Lage sein auch mal aus einem anderen Blickwinkel eine Entscheidung nochmal sich zu überlegen und dann ist man eigentlich auch weit genug und bereit genug zu sagen okay vielleicht kann ich die ja mittragen oder vielleicht muss ich doch dazu ein gewisses regulativ einnehmen?

00:11:19: Ich glaube auf die Art und Weise es uns hier in Westfalen Lippe in letzter Zeit sehr gut gelungen eigentlich gut miteinander zusammenzuarbeiten.

00:11:26: Es ist glaube ich etwas rüber geworden, es gab andere Zeiten.

00:11:30: Jetzt kümmer mal auf das Thema Digitalisierung zurück.

00:11:32: du hast ja eben schon gesagt ihr habt für eure Mitglieder eine App für diejenigen die aktiv mitarbeiten.

00:11:36: Du bist ja immer schon so an diesem Thema Digitalisierung interessiert gewesen am Einsatz digitaler Lösungen in der Zahlenmedizin.

00:11:42: auch bist ja auch Mitglied und Grundungsmitglied dieses Arbeitskreises für Künstliche Intelligenz in der Zahnmedizin den es in der DGZMK inzwischen gibt.

00:11:49: Jetzt ist ja Westfalenlippe bei Digitalisierung und Telematikinfrastruktur schon so eine Art Vorreiter.

00:11:55: Die KZV hat sich da sehr früh positioniert, da bist du auch noch mit aktiv.

00:12:00: Der Alltag in den Praxen selbst sieht oft noch sehr ernüchternd aus... was ja auch an den politischen Vorgaben liegt, die oft nicht passen und dem Druck, den wir in den letzten Jahren erlebt haben.

00:12:09: Was musste aus Deiner Sicht passieren?

00:12:11: Wie kann Digitalisierung wirklich entlasten also sowohl das, was aus der Politik kommt oder was eben über die Kassenversorgung und Qualitätssicherung kommt als auch auf der anderen Seite, was von den Kammern- und Körperschaften kommt?

00:12:23: Das ist wirklich eine gute Frage.

00:12:25: und letztendlich vielleicht sollte man erst mal ein bisschen zurückblicken, weil gerade die Zahnmedizin ist in meinen Augen ein Bereich der Medizin, der sich sehr schnell und sehr intensiv auch mit Digitalisierung auseinandergesetzt hat.

00:12:37: Aber Digitalisierung ist nicht gleich Digitalisierung.

00:12:40: Das heißt also auf der einen Seite muss ich mir natürlich fragen wo setze ich die denn ein?

00:12:44: Und wie setzt sich sie ein und wie gut ist sie strukturiert im letzten?

00:12:48: Das heißt also, wenn ich jetzt mal zurückblicke dann habe ich immer im eigenen Praxisleben natürlich erlebt das irgendwann der erste das erste Unternehmen reinkam hat gesagt hier guck mal da haben wir moderne Möglichkeiten.

00:12:59: es gibt zum Beispiel digitales Röntgen und man sieht auch dass gerade in der Zahnmedizin in den zahnerzigen Praxen die Digitalisierung dort sehr gut und sehr positiv eingegangen ist.

00:13:09: Also alles was dann Mehrwert bringt das ist unterwegs das funktioniert Katkampplanung Digitales Vermessen von Aufnahmen und all die Dinge, die da im Hintergrund unterwegs sind.

00:13:21: Selbst der Beginn der künstlichen Intelligenz, die jetzt so langsam auch in diese Bereiche mit hineinzieht und ersten Spuren zeigt zeigen ja dass Digitalisierung schon ein Fortschritt ist und auch eine gute Entwicklung und sehr gerne angenommen wird wenn sie einen Vorteil bringt.

00:13:33: das beste Beispiel hier aus Westfalen-Lippe.

00:13:36: wir haben auch immer darüber diskutiert wie sieht es aus?

00:13:38: Wenn die Telematikinfrastruktur kommt welche Möglichkeiten und Vorteile haben wir denn dann als Praxen?

00:13:44: Und wenn man dann einmal sieht, dieses EBC-Verfahren also die elektronischen Heilung, Kosten und Pläne.

00:13:49: Dann ist das eine wirklich exzellente Lösung, die uns Zahnärztinnen und Zahlerärzte riesig hilft.

00:13:54: Jetzt komme ich zum zweiten Teil, Telematikinfrastruktur.

00:13:57: Das ist ja eigentlich das wo die Praxen so dran leiden im Moment weil würde man ihnen die Möglichkeit geben werden sie die Digitalisierung wie wir Sie gerade angesprochen haben gut nutzen und auch ihren Effekt davon haben.

00:14:10: bei der Telematic Infrastruktur Gehe ich mal den Weg, jeder von uns würde sich wünschen dass meine wegen der Behandlung in Deutschland stattgefunden hat.

00:14:20: Ich dann im Ausland zum Arzt gehe und der kriegt dann letztendlich die Informationen aus meiner letzten Behandlungen auch noch in seiner eigenen Sprache so dargestellt das er einschließlich Röntgenbild mir sofort helfen kann.

00:14:31: da kann sich keiner gegenverwehren.

00:14:32: Das ist eine tolle Lösung, aber sie ist leider weit weg von dem was Telematikinfrastruktur macht.

00:14:37: das sind strukturierte sehr sichere Wege die dort aufgesetzt worden sind, die aber nicht immer miteinander hundertprozentig gut funktionieren und die dazu führen dass in den Praxen es als mehr Aufwand empfunden wird weil jeder von uns weiß also morgens zur Praxistüre reinkommt Frage nach, geht es gerade ein Lesegerät.

00:14:55: Sind alle, was weiß ich, Varianten die die Gematik dort anbietet auch auf Grün gestellt?

00:15:01: Inwieweit funktioniert mal eine Systeme?

00:15:03: ist der Konnektor in Ordnung können wir anfangen und das ist eine Belastung für eine Praxis und keine Entlastungen.

00:15:08: daran müssen wir ganz kräftig arbeiten und dass ist mit einem Ziel, was wir hier im Westfalen Nippel natürlich verfolgen vor allem dann wenn wir schon so ein bisschen als Leuchtturmprojekt immer unterwegs sind.

00:15:19: Wir sprechen ja noch gleich über die Lust oder Unlust der jungen Kolleginnen und Kollegen sich in einer eigenen Praxis niederzulassen.

00:15:27: Und wenn man dort hinein hört, in die Argumente dieser jungen Zahnärzte, dann kommt immer wieder das Thema die Verwaltung ist überbordend.

00:15:36: Die Bürokratie bringt die Praxen um.

00:15:39: aus den Häusern der KZV und hört man dass ein Großteil der Vertragszahlen der Sintätigkeit in der Administrationsbewältigung besteht.

00:15:47: Das betrifft ja im Ende auch die Körperschaften selbst.

00:15:50: Da erlebe ich aber auch in der täglichen Arbeit immer noch sehr viel analogen Papierkrieg.

00:15:55: Wie digital ist denn die Kammer bis fahren Lippe?

00:15:57: Und wie digital soll sie noch werden?

00:16:00: Ja, also ich bin was das betrifft natürlich mit meiner Affinität zur Digitalisierung gerne bereit auch der Zahnärzte Kammer Westfalen Nippe ein bisschen diesen Stempel aufzusetzen.

00:16:09: und wir haben seit anderthalb Jahren bestes Beispiel ist jetzt schon die Mitglieder App.

00:16:14: Wir haben seit einer halben Jahr natürlich alle Prozesse versucht aufzunehmen uns zu überlegen wo es sinnvoll Digitalisierung möglich.

00:16:21: aber das ist ein ganz wichtiger Punkt auch ob in der Praxis oder in der Kammer.

00:16:25: digitalisierung zum selbst Zweck geht nicht.

00:16:28: Digitalisierung kann nur dann funktionieren.

00:16:31: Wenn man sich auch Gedanken darüber macht, welche Prozesse will ich digitalisieren?

00:16:34: Und es gibt so einen schönen Satz eigentlich ein schlechter bürokratischer Prozess digital abgebildet ist noch viel schlechter.

00:16:42: er macht nämlich nachher nur noch mehr Daten und noch mehr Informationen die ich in keinster Weise irgendwie nutzen kann.

00:16:47: das heißt also Ein Punkt über den jeder, der sich mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzt wirklich Gedanken machen muss.

00:16:54: Er muss eigentlich jeden Prozess anfassen und überlegen ist er sinnvoll oder nicht sinnvoll?

00:16:58: Damit haben wir hier in der Kammer Westfalen-Lippe schon jetzt ein gutes Jahr sehr intensiv begonnen Und wir nutzen inzwischen neben dieser Mitgliederapp natürlich auch viele andere Wege um unsere Mitglieder dazu unterstützen dass der digitale Fluss zwischen der Praxis deutlich besser hört.

00:17:16: und hausintern sind wir inzwischen soweit, dass wir auf eigenen Datenbanken natürlich auch künstliche Intelligenz in geschlossene Kreisen einsetzen.

00:17:25: Und damit durchaus in der Lage sind wesentlich schneller administrative Prozesse abzubilden als wir es vorher

00:17:31: konnten.

00:17:33: Das ist sicherlich ein Punkt das noch weitausbaufähig aber die Schritte sind getan.

00:17:39: Da seid ihr aber auch glaube ich bundesweit relativ Vorreiter.

00:17:42: Und da gibt es nicht so sehr viele, die da die Momeln schon so tief sortiert haben wie jemand immer mal gesagt hat also der tatsächlich die Prozesse durchleuchtet hat bevor sie digital umstellt.

00:17:53: Also ich glaub dass man von dem Computer sitzt ist ja noch keine Digitalisierung.

00:17:58: Da bin ich.

00:17:58: das klingt sehr spannend wenn man sich halt nochmal nach.

00:18:01: Jetzt hast du es schon gesagt in der Praxis selbst macht Digitalisierung schneller einen nützlichen Eindruck.

00:18:08: Du bist ja noch in eigener Praxis tätig.

00:18:09: Was findest du aktuell beim Thema Digitalisierung und KI am spannendsten für die Praxis?

00:18:14: Und die Zahlenmedizin, was siehst du eher kritisch?

00:18:16: Wonach entscheidest du, was du einsetzt in der Praxis und was dich interessiert wurde?

00:18:21: Sag das gucke ich mir nochmal an!

00:18:23: Im Grunde habe ich ja schon so ein bisschen mein Innenleben dargestellt.

00:18:27: also Ich möchte Digitalisierung da ersetzen wo sie mir wirklich hilft und wo sie eine Entlastung bringt.

00:18:33: und ich brauche sie nicht nur weil irgendein schönes Bild dabei entsteht.

00:18:37: Man kann heute eine ganze Menge Dinge digital abbilden, aber muss sich wirklich die Frage stellen.

00:18:41: Hab ich was davon?

00:18:42: Hat der Patient etwas davon?

00:18:44: Werden Strukturen verändert und komme ich vielleicht sicherer zu bestimmten Zielen?

00:18:48: also das sind ja alles auch Qualitätsmarschstäbe, die dahinter stehen.

00:18:51: Und ganz am Ende darf man ja eins gar nicht vergessen.

00:18:53: bei aller Digitalisierung gibt es natürlich auch immer die berühmten digitalen Türen, die man nicht zumachen kann heißt der Thema Datenschutz.

00:19:00: Das heißt auch da muss natürlich sehr genau überlegen wie gehe ich damit um?

00:19:03: wenn ich mir meine Praxis anschau von Damals, als ich aufgemacht habe und heute – da muss ich sagen früher hatten wir zwei Rechner die miteinander verbunden waren.

00:19:11: Und nicht mit der Außenwelt verbunden war.

00:19:13: Damit war eigentlich alles gut!

00:19:14: Wenn ich mir heute meine Praxis anschaue dann hab' ich dort ein sehr umfangreiches Netzwerk stehen an dem viele Endgeräte miteinander verbundet sind und ich natürlich den nötigen Sicherheiten aufbringen muss damit das Ganze auch wirklich in meiner Praxis bleibt.

00:19:26: nur bestimmte Dinge abgegeben werden.

00:19:28: Für mich in der Praxis ist die Digitalisierung an den Stellen super interessant.

00:19:33: Wo ich zum Beispiel Planungen machen kann, als Oral-Chirurg implantiere ich viel, dann ist das sehr interessant zu sehen wie man mit dreidimensionalen Planungen entsprechend arbeiten, kann man künstliche Intelligenz einsetzen?

00:19:44: Wie sieht es abdrücken aus?

00:19:46: Abformung und digitale Abformungen sind sehr spannende Bereiche Und was jetzt zunehmend auch so langsam hineinkommt, ist auch das Thema künstliche Intelligenz im administrativen Bereich.

00:19:56: Das heißt also einfach Verwaltungsentlastung und manchmal auch die Frage, inwieweit kann man Dokumentationen dabei unterstützen?

00:20:04: Da sehe ich in Zukunft eine Menge Potenzial.

00:20:08: Es muss aber eben doch mit der Sorgfalt und auch dem Datenschutzen der Sicherheit garantiert werden.

00:20:13: Ich glaube, dass es durch eine der größten Herausforderungen – da möchte ich eine Praxis nicht alleine lassen Da kommen dann die Selbstverwaltung wieder ins Spiel.

00:20:21: Weil da wünsche ich mir von der Kammer natürlich auch die passende Unterstützung, dass wenn wir sowas machen man vielleicht auch gewisse Leitplanken bekommt und zu sagen ja das geht in der Richtung, das geht vielleicht besser nicht.

00:20:32: Ja ich glaube das ist ein sehr wichtiges Thema denn momentan poppen ja an allen Ecken neue Anbieter auf Start-ups auf, die hier Patienten Kommunikation anderen Mesebogenerfassungen und was alles anbieten, auch mit Chatboards, mit KI-Auswertungen.

00:20:49: Wo man immer nie sicher sein kann ob das entsprechend sicher ist und wo die Daten landen.

00:20:55: Ein Beispiel ist ja der große Terminportal, das gerne noch ganz viel mehr andere Daten von einem haben möchte als nur die Terminvermittlung.

00:21:03: Und da sind viele, glaube ich mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn unterwegs.

00:21:08: Wenn diese Angebote in die Praxis flattern und das heißt ja dann binden sie doch das ein und binden Sie das ein?

00:21:12: Dann braucht keiner mehr ans Telefon gehen was für ältere Patienten übrigens furchtbar ist.

00:21:16: Also das würden sicherlich viele sehr begrüßen wenn es da so'n bisschen mehr Orientierung gäbe.

00:21:20: aber ihr macht ja auch so einen digitalen Tag

00:21:24: da.

00:21:24: Ja, wir hatten jetzt gerade vor kurzem unseren Digi-Kongress und der war ganz im Namen der Sicherheit unterwegs gewesen.

00:21:31: Dort ging es dann tatsächlich um die Themen rundherum bis hin zum Darknet, dass man einfach weiß wie muss ich eine Praxis sicher aufstellen welche Voraussetzungen brauche ich?

00:21:40: Und es war ein sehr interessanter Kongress gewesen, wir haben also sehr positive Rückmeldung bekommen.

00:21:45: Wir machen das schon seit einigen Jahren in bestimmten Bereichen der Digitalisierung Und hier war es einfach mal auch so mit kleinen Workshops gewesen, dass man auch zum Beispiel sehen kann.

00:21:53: Wie kann man Digitalisierung in den Praxen sinnvoll einsetzen?

00:21:56: Es ist sehr gut angenommen worden.

00:21:59: Ich bin ja als Präsident der Landeszahnärzte, kann man mir das fallen, dabei auch Mitglied im Vorstand des Bundes.

00:22:08: Auch dort haben wir natürlich entsprechende Ausschüsse und wir haben uns an dieser Stelle zu dem Thema KI Gedanken gemacht und wir sind dabei gerade so Leitfäden zu entwickeln, damit man genau an der Stelle auch eine Möglichkeit der Unterstützung bekommt.

00:22:21: Denn das was du grade gesagt hast ist eines der schwierigsten Punkte eigentlich für die Praxisinhaberinnen im Praxis-Inhaber.

00:22:29: da kommt jemand erzählt bei was ich habe ein tolles neues Produkt Das kannst du ganz schnell einbinden.

00:22:36: Die Einbindung ist in der Regel tatsächlich relativ schnell getan aus technischer Sicht Und dann weiß ich aber nicht mehr was für Daten abfließen in welcher Menge und wo sie gespeichert bleiben, um wie sie weiter verwendet werden.

00:22:48: Und das sind natürlich Punkte die können wir so nicht stehen lassen und aus diesem Grund brauche ich eine starke Selbstverwaltung, die da natürlich auch ein bisschen unterstützend und nicht nur regulierend unterwegs ist sondern unterstützender unterwegs ist damit als Praxis-Inhaberinnen oder auch als Zahnärztin und Zahnarzt in der Lage binden dann mit herum zu gehen.

00:23:07: Das sind wirklich schwierige Wege.

00:23:11: Ich bin Zahnarzt.

00:23:12: Wie soll ich dann das verstehen, was mir da ein Techniker erzählt und was dann abfließt?

00:23:17: Und das sollten wir auf jeden Fall im Auge

00:23:19: behalten.".

00:23:21: Nun ist ja eine Berufspolitik dann erfolgreich wenn sie zu den Entscheidungsträgern getragen werden kann, also umgesetzt werden kann wenn man Einfluss nehmen kann.

00:23:32: Jetzt haben wir Nordrhein-Westfalen als Bevölkerungsreichs im Bundesland ja die bundesweit einzigartige Situation dass es die Zahlen ärztlichen und die ärztliche Körperschaften gleich doppelt gibt einmal in Nordrhein in Düsseldorf und einmal in Westfalen Lippe beheimatet in Münster.

00:23:48: Die Zuständigkeit liegt zum Teil bei den Regierungsbezirken, insgesamt aber in Düsseldorf beim Sozialministerium.

00:23:55: Im schlimmsten Fall gehen dann für die Zahnärzteschaft vier Vorstände einzelt auf die Politik und die Landesregierung los – das wäre doch kaum zielführend!

00:24:05: Wie vermeiden Sie das?

00:24:07: Das ist eine wirklich gute und interessante Ansatz.

00:24:12: Also einmal, ich sehe das sogar als Vorteil dass wir in Nordrhein-Westfalen, Nordrhein- und Westfalendlipper haben.

00:24:18: denn auf der einen Seite kann ich ja sagen wenn vier unterschiedliche Meinungen dahingetragen werden dann wird der Politiker mir sagen ihr seid euch gar nicht einig ihr wisst nie was zu tun ist.

00:24:28: Wenn ich aber viermal einheitlich mitteile das können wir so nicht machen dann wird der Politik klar werden, vielleicht sollten wir doch noch mal darüber nachdenken.

00:24:36: Wir leben momentan in einer Situation.

00:24:38: Unser Landesgesundheitsminister ist ein Verfechter der freien Berufe und letztendlich auch der... Kammern und der Selbstverwaltung.

00:24:49: Und er unterstützt Gedanken, die wir dort hinbringen sehr gerne wenn sie ausgereift gut durchdacht und für ein Ministerium machbar sind.

00:24:59: Wir haben – vor allem ich habe in letzter Zeit sehr viele Gespräche mit dem Landesministerium in verschiedenen Eblen geführt Aber eins haben wir immer gemacht.

00:25:07: Wir haben Vorabgespräche zwischen den Körperschaften der Kammer, Nordrhein und der KZV Nordrhein, der KCV Westfalen Lippe und natürlich mit uns zusammen dann konsentiert dahingetragen.

00:25:18: Das hat dazu geführt dass entweder mal einer von uns alle vier Meinungen mitgebracht hat oder wie alle vier mit einer Meinung angekommen sind Und das hat das Ministerium sehr gutiert.

00:25:28: Also ich sehe das eigentlich schon fast als eine Unterstützung für uns.

00:25:33: Das war ja nicht immer so.

00:25:34: Ich kenne das auch noch, dass wenn man über die Brücke von der KZV zur Kammer rüber gegen mein Helm aufgesetzt hat... also ich übertrage das jetzt ein bisschen.

00:25:44: Aber da gab es weniger Miteinander.

00:25:46: aber das hat sich dann wirklich verändert und ich glaube auch, liegt zum Teil daran, dass wir eine neue Generation von Standesvertretern letztendlich in den Köperschaften haben oder?

00:25:59: sind mehrere Punkte.

00:26:00: Ich glaube, wichtig ist wir leben ja alle immer in einem bestimmten Fluss und wenn sich jetzt solche Änderungen einstellen dass man sagt Wir merken das es von Bundesebene und Landesebene aus der Bundespolitik und Landespolitik immer mehr Vorgaben gibt dann werden natürlich auch Berufe zusammenrücken und die Zahnärzteschaft ist an der Stelle zusammengerückt.

00:26:22: Das ist schon mal das eine, was ganz wichtig ist und es ist ein Signal, was ich immer nach außen gebe bitte lasst uns nicht alleine laufen sondern wir müssen gemeinsam oder sicher letztendlich nichts anderes wenn alle vier Körperschaften dort in einer Landesregierung antreten lassen uns gemeinsam das Bitte auf den Weg bringen.

00:26:36: Was für mich wichtig ist gerade die jüngeren Kolleginnen und Kollegen die vielleicht mit dem Thema Selbstverwaltung noch gar nicht so fit sind und vielleicht auch dass eine andere zuordnen können, die müssen natürlich sich auch da drin finden und die Entscheidungen müssen dann auch mitgenommen werden.

00:26:52: Und dementsprechend auch in so ein Ministerium eingebracht werden.

00:26:55: Ich glaube es hat sich der Stil untereinander in den Körperschaften sehr deutlich geändert.

00:27:01: Ich persönlich freue mich dass ich gute Freunde im Umfeld habe das heißt ich kann jederzeit zum Telefonhörer greifen und auf dieser Ebene das eine oder andere Gespräch führen um dann wirklich konzentriert und konzertiert für die Zahnärzteschaft dann auch, die Berufsstandespolitik hier durchzuführen.

00:27:19: Ja man hat schon den Eindruck dass das in Nordrhein-Westfalen momentan ganz gut läuft.

00:27:23: es ging auch in der Coronapandemie ganz gut.

00:27:24: da ist es deutlich besser gelaufen als in anderen Bundesländern.

00:27:28: was jetzt mit der Politik angeht unter deinem Vorgänger Jost Riegismann gab es ja zusammen mit den Nordrhinern mit dem Ralph Hauswerlei ja auch ein erfolgreiches Projekt mit dem Lande Sozialminister Herr Carl Josef Laumann nämlich das Paket zum Bürokratieabbau.

00:27:44: Man hat ja auch bei Begehungen anderen Dingen Aufgaben zurück in die Kammer geholt und das kommt eigentlich an den Praxen an, was ihr da reingeholt habt sozusagen wieder zurückgeholt habt für die Zahlenerzuschaft?

00:27:55: Also ich spreche jetzt mal einfach für alle meine Kammervorstände.

00:27:58: auch vorher Seitdem ich letztendlich eingebunden bin über meine Praxis, was das Thema.

00:28:06: Selbstverwaltung betrifft habe ich schon das Gefühl dass eigentlich alle Vorstände immer auf dem Weg waren zu gucken wie können wir unsere Mitglieder unterstützen?

00:28:14: Wir haben natürlich in den letzten Dekade mit Sicherheit wesentlich mehr Kontakte zu der Landesregierung aufgenommen.

00:28:23: Alleine deswegen, weil halt auch immer mehr Forderungen an uns herangebracht worden sind im Bereich der Praxen genauso wie im Bereich Selbstverwaltung und da kommt man natürlich in mehr Diskussionen und Gespräche.

00:28:33: Ich glaube eins von den Leuchtturmprojekten ist bei uns das MPDG-Projekt Das heißt also das ganze Thema Hygiene.

00:28:40: was da ein Controlling unterwegs ist wird ja letztendlich dann über die Körperschaften in Nordrhein- und Westfalen, Lippe entsprechend momentan abgearbeitet.

00:28:49: Und da muss ich sagen das hat sich bei den Praxen schon sehr bewährt.

00:28:53: also es ist ein Riesenunterschied und man sagt, dass kommt jemand der berufsfremd ist dort hinein und macht eine Prüfung oder es kommt jemand rein, der aus dem Bereich der Zahnmedizin kommt.

00:29:03: Das merkt man schon auch.

00:29:04: der Weg der Prüfungen wird dadurch mit Sicherheit in der Qualität nicht schlechter sondern viel besser weil die Wissen Worauf muss ich eigentlich achten, was ist für unseren Bereich wichtig?

00:29:14: Und wir sind jetzt gerade in dem Thema Arbeitsschutz unterwegs.

00:29:17: Auch hier ist es so dass wir versuchen ein weiteres Projekt mit über die Kammern letztendlich zur Bürokratie Entlastung für die Praxen zu bringen und so wie es ausschaut werden wir in den nächsten anderthalb Jahren dort mit Sicherheit noch deutliche Veränderungen finden.

00:29:31: Das ist für jede Praxis positiv.

00:29:34: Ich denke das ist ein gutes Zeichen, was wir auch als Körperschaft nach außen antragen können gemeinsam Nordrhein und Westfalen-Lippe.

00:29:42: Ja, das ist ein sehr wichtiger Punkt denn die Begehungen waren ja teilweise, hat eines unterschiedlich nach Regierungsbezirken, hat zwei Teilweise auch für die Praxen sehr belastend weil die Begeier sehr unterschiedlich unterwegs waren und teilweise fast verschrien waren wenn ich mich richtig erinnere.

00:29:57: dass war ein heißes Thema hier gerade in Nordrheim-Westfalen.

00:30:01: Freuten uns zu hören!

00:30:03: Wir haben uns mit Dental Mainz ja ein Thema gesetzt oder?

00:30:07: Marian und ich sind da wirklich Überzeugungstäter, dass wir die Niederlassung in eigener Praxis unterstützen möchten.

00:30:14: Insbesondere den jungen Zahnärztin auch viel Informationen und Anhaltspunkte geben doch erfolgreich in die Praxis zu gehen um einfach den Widerstand zu brechen der bei vielen Jungen in der jungen Generation zu spüren ist.

00:30:29: interessanter Aspekt ist warum sie sich nie niederlassen.

00:30:32: ja viele haben eben Work-Life Balance wird genannt es wird genannte diese Bürokratie es wird genannt, die Angst vor Regressen.

00:30:38: Also ein ganz buntes Bild eigentlich für viele dieser Punkte ist sie kann man gar nicht zuständig aber gleichwohl der große Überbau Marion und ich sind auch dafür nicht zuständig.

00:30:48: und trotzdem haben wir die Idee dass wir dort an allen möglichen Stellen doch unterstützen wollen hinweise geben wollen Gesprächspartner in unserem Podcast bieten dir was zu den Themen zu sagen erhaben.

00:30:59: Was können die Kammern hier tun?

00:31:00: Wie können denn die diesem Trend entgegen werden?

00:31:05: also Eine Niederlassung ist erst mal grundsätzlich immer ein riesengroßer Schritt.

00:31:08: Da wollen wir uns ja nichts vormachen, spätestens in dem Moment wo dann vielleicht der Banker sagt okay wir müssen irgendwelche Kreditverpflichtungen eingehen oder man muss viel Geld zahlen weiß man dass man in der Realität angekommen ist und das das Signal in den nächsten dekade irgendwo natürlich auch entsprechend wieder abgearbeitet werden muss.

00:31:24: Das bedeutet aber auch dass man natürlich mit Sorgen da reingeht und sich überlegt was war damals bei meiner eigenen Niedernassung nicht anders?

00:31:30: wie kriegst du das alles geschult hat?

00:31:32: Und da hoffe ich eigentlich dass die Kammern, das spreche ich aber auch für unsere KZV hier in Westfalen-Lippe weil ich weiß, dass wir das auch im Schulterschluss machen versuchen jeden der in irgendeiner Form und Weise Interesse hat zu sagen Ich könnte mir vorstellen auch selbstständig so werden.

00:31:50: Und meine eigene Praxis zu fühlen und auch egal in welcher Struktur unterstützen mit Informationen den Möglichkeiten, die gegeben werden können seitens der Selbstverwaltung genauso wie eben mit Informationen.

00:32:06: Mit Kontaktem dass man sich einfach mal auch miteinander vernetzen kann, dass man einmal untereinander sprechen kann.

00:32:11: Wie hast du das gemacht?

00:32:13: Da sind wir auf allen möglichen Ebenen unterwegs denn letztendlich haben ja einen wunderschönen Beruf und es gibt immer noch ganz viele die sagen Die Imponderabilitäten weg wären, würde ich mir auch sofort niederlassen.

00:32:24: Und ich glaube das ist ein Trend unserer Zeit, dass wir ein bisschen aufpassen müssen und nicht immer schlecht reden.

00:32:30: Gerade das Thema Entbürokratisierung und Bürokratie weiß die Politik auch.

00:32:36: Das gibt es in allen anderen Berufen auch.

00:32:38: Wir sind eben ganz interessiert dran fest daran, diese Themen jetzt so zu bearbeiten dass sie auch wirklich in den Praxen ankommen.

00:32:46: Dazu gehört auch das wir uns regelmäßig im Land und Bund seitens der Bundespolitik und Landespolitik absprechen und sagen was könnt ihr besseres tun?

00:32:54: Und alleine im letzten halben Jahr war ich dort bereits drei oder vier mal gewesen um genau diesen Tenor zu geben.

00:33:00: Das ist ein Zeichen, was wir natürlich auch in die Selbstständigkeit geben.

00:33:05: Je freier ich mich fühle und je eher ich bereit bin zu sagen, ich kann das akzeptieren, dann kann ich meinen Beruf auch leben.

00:33:11: Der Beruf selber der Zahnmedizin ist

00:33:13: wunderschön.".

00:33:14: Was bietet ihr denn an jetzt für die potenziellen Gründe?

00:33:18: Also für die, die quasi jetzt nach dem Studium in die Assistenzzeit gehen, dann eben sich überlegen wie es weitergeht... Wie holt ihr die ab?

00:33:26: Also für mich ist genau der Punkt der wichtigste, wie hole ich die ab?

00:33:29: Das heißt also am liebsten hole ich sich schon fast ab wenn sie ihre Approbation in die Hand bekommen und sagen Ich stelle mich schon mal vor.

00:33:42: Das führt häufig dazu, dass wir schon in den ersten Gesprächen eingehen müssen.

00:33:45: Ich muss sie sogar noch früher anfangen, das wir versuchen schon während der universitären Zeitkontakt mit den Kolleginnen und zukünftigen Kolleginnen und Kollegen zu bekommen.

00:33:54: Einfach damit Sie das Gefühl auch kriegen okay da kann ich nachfragen.

00:33:57: es handelt sich nämlich nicht nur um Bürokratie die hier in einer Selbstverwaltung gelebt wird.

00:34:02: Das ist das eine dafür möglichst früh versuchen eben dort Hilfestellungen zu geben.

00:34:07: Das andere ist natürlich ob's das Thema Weiterbildung betrifft.

00:34:10: also was habe kann man sich sicherlich dort entsprechende Informationen geben lassen.

00:34:16: und wie gesagt die Vernetzung zu der Kollegen untereinander ist da.

00:34:20: Wir haben verschiedene Portale mit denen wir in der Lage sind, dann letztendlich Informationen weiterzugeben.

00:34:25: Wer fragt wird mir Sicherheit an jeder Stelle ob juristisch Rechtsberatung, ob Frage angestellt.

00:34:33: Ob Frage was mache ich in der Niederlassung?

00:34:35: Ob Frage wen spreche ich in Kammer oder KZV an unterstützt und das ist glaube ich eins was ganz wichtig ist.

00:34:41: Ich möchte dass wir so ein einheitliches Bild haben, dass jeder weiß wenn er dort hinein kommt dann hat er auch eine gewisse Unterstützung mit Hilfe.

00:34:50: Also nicht so unter dem Motto, ich ruf jetzt bei der Kammer an.

00:34:52: Das war eigentlich ein Kacelt-Vorthema und dann heißt es auch je sind wir nicht für zuständig tschüss sondern ihr gebt's dann direkt weiter.

00:34:57: Es läuft ja auch unter einem Dach.

00:35:00: Macht ihr auch so Praxisgründer Seminare oder so Infoveranstaltungen?

00:35:03: Oder ist das noch nicht auf der Agenda?

00:35:05: Doch die gibt es auch.

00:35:07: Infoveranstaltungen gibt es für Praxisgründer und das wird dann irgendwann auch eine andere Ebene geben, nämlich Praxisabgebende.

00:35:13: Und da versucht man natürlich auch entsprechend zu vernetzen.

00:35:16: und ich glaube, dass sind auch Punkte, die ganz wichtig sind weil auf der einen Seite sehen wir einmal natürlich, dass der Bedarf da ist.

00:35:22: an wen wendig mich und wem kann ich überhaupt fragen?

00:35:25: Auf der anderen Seite gibt's allein in diesen Seminaren immer wieder sehr viel Informationen einfach um sich zu entscheiden will ich das machen mit wem könnte ich das vielleicht machen?

00:35:34: Aussetzung.

00:35:35: Und ich glaube auch, unsere Zeiten haben sich da ja gewaltig geändert.

00:35:38: früher war es zu meiner Zeit der Niederlassung also da ist man dann halt selbstständig Punkt so und inzwischen gibt's hier halt viele verschiedene Formen unter denen ich dann auch meinen mein Lebenswunsch unterbringen kann und sage ich möchte vielleicht nicht unbedingt sechzig Stunden arbeiten oder vierzig Stunden Arbeiten sondern vielleicht nur zwanzig Stunden.

00:35:58: und unter welchem Konstrukt kann Ich das unterbringen?

00:36:00: Dafür gibt es natürlich dann auch Möglichkeiten ohne Informationen.

00:36:05: Du hast es schon angesprochen.

00:36:06: Es gibt auch die andere Seite, nämlich die älteren Kolleginnen und Kollegen, die so langsam aufhören wollen oder auch ihre Praxis vielleicht abgeben müssen aus irgendwelchen Gründen.

00:36:14: Die fühlen sich so hat man in Einog so ab fünfundfünfzig plus doch sehr allein gelassen mit dem ganzen Bürokratik haben und in der Praxis allein schon mit dem ganze Thema Fachpersonal.

00:36:24: da gibt's jetzt Mangel.

00:36:25: das hatte man früher auch nicht.

00:36:27: Gibt es für diese Gruppe auch eigene Angebote von der Kammer oder auch von Kammer und KZV gemeinsam?

00:36:32: Ich habe jetzt gesehen in Sachsen, der Kollege weiß ich von der KZW.

00:36:35: Die machen so einen Treffpunkt fünftfünfzig plus wo die gezielt ältere Kolleginnen und Kollegen einladen und sich mit denen dann intensiv austauschen und Hilfestellung geben.

00:36:43: eben wie für diese ganzen Bürokratie Aufgaben die da neu kommen oder Erklärungsbedürfte sind als auch für diesen ganzen Bereich Praxis Abgabe langsam aufhören, Nachfolger finden usw.

00:36:53: gibt's sowas im westfalen Dippe.

00:36:56: Ja, das ist ja mit einem Kernpunkt.

00:36:58: Da wäre gerade schon gesagt und wer einmal die Praxis gründet irgendwann wird er sie wieder abgeben.

00:37:03: Und ein Ziel was ich mir in meiner Präsidentschaft auf jeden Fall auch gesetzt habe ist Ich möchte für alle Lebensphasen da sein.

00:37:10: Also ich kann nicht sagen, jetzt ist der Praxisgründer besonders wichtig oder irgendwie die laufende Praxis sondern ich sehe das ganze Portfolio von.

00:37:17: Ich fange an mit Zahnmedizin im Studium und höre irgendwann vielleicht in der Pension auf möchte da vielleicht bis dahin aber auch noch andere Wege gehen.

00:37:26: und da versuchen wir natürlich zu unterstützen in alle Himmelsrichtungen.

00:37:30: gerade bei den Praxis Abgabeseminar, da kriegen wir genau das zu hören.

00:37:34: Dass manchmal halt eben auch Kolleginnen und Kollegen da sind die sagen ist also die Administration so überbordend geworden?

00:37:40: Da kommt dann schon mal die Frage auf will ich die Praxis überhaupt noch weiter führen So dass es die eine Seite Die andere Seite ist?

00:37:46: aber wenn wir dann versuchen Unterstützung zu geben und in der Form dass man mich sagt Ich würde jetzt sie über jeden ein Mitglieder App ausschütten und sagen du musst ab jetzt alles digital machen ich glaube Dann wissen wir alle ganz schnell Da gibt es genügend die Abspringen und sagen, das möchte ich nicht.

00:38:01: Ich habe bis jetzt immer einen Fax gekriegt oder ich bin angerufen worden oder ich muss einen Briefwechsel führen.

00:38:06: Und das ist ein Punkt den man natürlich auch berücksichtigen muss wie spricht man seine Mitglieder an den Stellen an?

00:38:11: Wie kriege ich die Kommunikation gerade in dem Bereich derer, die vielleicht nicht so digital affin sind trotzdem noch gut mit?

00:38:18: und auch da versuchen wir Angebote zu geben.

00:38:21: Das ist eine zentrale Aufgabe.

00:38:23: Also wir erleben das ja, dass gerade die Generation, die jetzt in den Ruhestand gehen könnte, oft ja noch die Lust hat weiterzuarbeiten.

00:38:31: aber Praxisverwaltungsaufgaben, der häufigste Grund ist ja die genannt wird.

00:38:38: Der dann die älteren Kolleginnen und Kollegen so weitermachen ein bisschen hindert.

00:38:43: das ist in der Tat ein ganz zentraler Punkt und ich glaube auch da da die Balance herzustellen.

00:38:47: Das ist eine schwierige Aufgabe aber eine ganz wichtige Aufgabe denn wir haben hier einen vielen Gegenden auch des wunderschönen bis fahren Lippes ja schon gegen den wo tatsächlich Versorgungsprobleme auftreten werden wenn Praxen schließen ohne einen Nachfolger zu finden.

00:39:01: dass das Thema kommt jetzt mit großen Schritten auf uns zu und ich glaube, das stellt Herausforderungen auch an die Kamararbeit.

00:39:08: Apropos Herausforderung wie sieht es denn mit dem Nachwuchs aus der sich Umstandes- oder Berufspolitik kümmert?

00:39:15: Früher war das nicht besonders sexy, also da saßen dann die Herren in den Silberrücken heute in einer großen Runde und ließen sich ablichten.

00:39:24: Das hat viele abgeschreckt.

00:39:26: Also viele Frauen fühlten sich gar nicht stark genug sich dort zu engagieren.

00:39:32: ist heute da ändert sich was oder da hat sich etwas geändert.

00:39:35: Wie schwer oder leicht ist es denn, junge Kolleginnen und Kollegen zu motivieren, sich der Standes- und Berufspolitik anzuschließen?

00:39:44: Das ist sicherlich nicht leicht und trotzdem einfach.

00:39:49: also wie man's möchte ich versuche mal zu erklären.

00:39:52: Also es ändert ja grundsätzlich die Situation im Moment und was ich selber merke einfach über die Zeit in der ich jetzt als Ich meine, der Selbstverwaltung tätig bin auch.

00:40:05: Die Gremien die wir haben, die werden jünger und das ist auch gut so.

00:40:09: Die werden junger und sie sind deutlich weiblicher inzwischen.

00:40:12: Das ist auch sehr gut so!

00:40:14: Ich persönlich favorisiere dass wenn wir möglichst das abbilden was die Zahnmedizin ausmacht wie ist es gerade so schön, die Silberrücken sind nur ein kleiner Teil davon.

00:40:26: Das heißt auf der anderen Seite das muss sich was ändern und dieses Muss hat natürlich auch immer einen Punkt und ich brauche Zeit dafür.

00:40:34: wenn ich sage ich möchte in der Selbstverwaltung auch um etwas machen.

00:40:37: Das heisst in einer Praxis Niederlassungsphase werde ich relativ wenige Kolleginnen und Kollegen dazu bekommen zu sagen binde ich doch mal mit in der Selbstverwaltung ein.

00:40:48: Weil einfach das Zeitrahmen, den man selber hat persönlich benötigt um all die Dinge zu stemmen, die so'n Tagesleben dann auch braucht kaum Raum lässt.

00:40:56: aber es gibt immer mehr.

00:40:57: dann die Phasen haben die sagen oh ja jetzt habe ich ein bisschen mehr Zeit und gleichzeitig merke ich aber auch dass mir das eine oder andere hier im meiner Praxis durch Reglementierung, die mir nicht gefallen Schwierigkeiten macht.

00:41:10: Das sind diejenigen, die fordere ich dann auf und sage helft doch mit Komm in die Selbstverwaltung, unterstützt das und gehe die Wege.

00:41:17: Und dann sieht man dass wir auch in der Kammerversorgung zwischen deutlich jünger geworden sind.

00:41:21: Das ist sehr schön zu sehen!

00:41:23: Wir unterstützen es natürlich mit allen möglichen Formen von Stammtischen in den Bezirksstellen, die wir haben.

00:41:28: also da tut sich eine ganze Menge und ich glaube wir sind auf einem sehr guten Weg.

00:41:33: Warum bist du eigentlich dabei geblieben?

00:41:35: Du hast dir mal als junger Wilder angefangen.

00:41:36: Jetzt bist du Kammerpräsident, war ja auch nicht so unbedingt von Anfang an der Plan.

00:41:39: Was hatte ich gereizt da mitzumachen?

00:41:41: Es gab ja mal in Westfalen Lippe auch... ...nicht unerhebliche Streitereien im Körperschaften!

00:41:47: Ich glaube die Antwort hast du schon gerade gegeben.

00:41:49: Ich fühle mich immer noch jung und wild.

00:41:51: Deswegen muss ich dabei bleiben denn der Kernpunkt oder die Kernaussage, die ich für mich gefunden habe damals war Es sind Dinge in meiner Niederlassung gewesen, wo ich dann irgendwann das Gefühl hatte diese Form der Verwaltung die da auf mich eingebrasselt ist.

00:42:08: Die passt nicht zu dem was ich hier leben möchte.

00:42:11: und dann kann ich mir natürlich hinstellen und sagen ne weißt du was?

00:42:14: Da mecker' ich jetzt halt.

00:42:16: aber einen Vorschlag habe auch nicht und das ist nicht mein Lebenselixier Wenn ich mecker ob es digital ist oder aufm Blatt Papier wenn ich meckere.

00:42:24: dann bringe ich aber auch eine Lösung mit und sage Ich könnte mir vorstellen dass das vielleicht anders ist.

00:42:28: Und ich glaube unter diesem Beruberung bin ich dann eigentlich in die Standespolitik auch gekommen und es hat sich alt gezeigt, dass wenn man auch an der Stelle sagt gut die Situation hier und da ist vielleicht nicht toll aber vielleicht können wir sie in die und die Weise bewegen.

00:42:42: Dann hat das dazu geführt, dass das eine oder andere auch verändert worden ist und das hat mich natürlich schon gefreut zu sehen, dass man den persönlichen Einsatz dann irgendwo wieder findet und das habe mich vielleicht auch bis zum Präsidenten gebracht.

00:42:54: Was man sagen muss ist, dass Standespolitik weniger ideologisch ist als früher.

00:42:58: Als ich anfing vor knapp dreißig Jahren in der Talwelt und Karl-Heinz wird das bestätigen, da war es sehr ideologiegetrieben zum Teil was auch in den Delegiertenversammlungen abging.

00:43:09: also man hatte seine festen eisernen Grundsätze und da will man auch kein Jota von ab und wer jemand sagt etwas anderes dann war das des Teufels.

00:43:17: Das hat sich ja zum Glück geändert eben weil auch junge Leute jüngere Leute dann reingekommen sind und auch ein bisschen den Ton zum glück verändert haben.

00:43:24: Kommen wir so langsam zum Schluss und am Ende immer wieder gerne die Frage, jetzt mal an einen Kammerpräsidenten gestellt.

00:43:33: Würden Sie sich heute noch einmal in eigener Praxis niederlassen?

00:43:36: Und da ich die Antwort vermute, möchte ich gleich drei Punkte wissen für den jungen Zahnärzt und Zahnerstin, die aus Ihrer Sicht unbedingt für eine frei berufliche eigentänige Tätigkeit sprechen.

00:43:48: Also die Antwort ist glaube ich schon gegeben ja Ich habe mich damals jung und wild gefühlt, heute tue ich es immer noch.

00:43:54: Und ich würde mich auch wieder niederlassen weil ich finde immer noch der Meinung ist das ein wunderschöner Beruf und vor allem wenn man ihn frei und selber gestalten kann – das ist ja das Thema der Freiberuflichkeit – dann ist das schon wirklich eine ganze Menge wert und sie hat mich in meinem Leben sehr erfüllt.

00:44:13: Man kann die Frage stellen was kann man als junge Kollegin oder jungen Kollege Vielleicht mitnehmen aus der Situation.

00:44:20: Es hat sich, wie gesagt die Situation seit den Nr.

00:44:23: twenty, dreißig Jahren deutlich verändert.

00:44:26: Ich würde immer das Signal setzen wenn man das Gefühl hat Man kann sich auch als Chef in seinem Leben sehen und entsprechend eine Praxis führen Dann liegt es eigentlich mehr daran wo kriege ich jetzt die Information und Unterstützung um so einen Gedanken mal umzusetzen?

00:44:43: Das könnte ja durchaus sein dass einer sagt ich möchte das gerne alleine machen oder vielleicht mit mehreren und dann sollte man an die Angebote letztendlich auch der Körperschaften, der Kammer, der KZ-Fahrung im Umfeld ruhig gehen.

00:44:55: Und sich das mal anhören und mal überlegen wie könnte man sowas umsetzen?

00:44:59: Denn auch morgen wird es so sein dass die Freiberuflichkeit diesen wirklich schönen Job auch bestens unterstützt und ist immer ein Zeichen wenn man merkt dass man die Dinge die man selber leitet auch selber bewegen kann.

00:45:12: Dann habe ich noch die letzte Frage jetzt haben wir ja ganz viele Themen angesprochen.

00:45:17: Haben wir etwas vergessen oder nicht aufgegriffen, was dir noch besonders am Herzen liegt?

00:45:22: Also mir nicht persönlich natürlich sehr am Hersten.

00:45:25: Gerade in der Zeit, in der wir uns bewegen, dass wir uns mit Einigkeit bewegen.

00:45:30: Das heißt also ob jetzt junge Kolleginnen und Kollegen Studentinnen und Studenten oder letztendlich auch dann in der Niederlassung oder als Rentnerin und Rentner genauso wie in der Berufspolitik, ob ich mich wie wir es vorhin schon besprochen hatten, mit der KZV Nordrhein oder der Kammer Nordrheimbesprecher und auf der Bundesebene.

00:45:50: Die Zahnmedizin ist ein ganz wichtiger Punkt in Deutschland und wird dann gehört wenn wir alle mit einer Stimme sprechen und mit Einigkeit sprechen Und damit lebt sich es dann auch untereinander deutlich besser.

00:46:02: Auch da hatten wir vorhin schon mal kurz angesprochen, gerade auch Interaktionen vielleicht zwischen Kolleginnen und Kollegen.

00:46:08: Wenn man gemeinsam solche Dinge wirklich offen angeht, dann hat man eine gute Basis denn es gibt eine Patientin ein Patient und einer ganz großartige Zahnmedizin und dafür sollten wir stehen.

00:46:20: Das ist ein sehr schöner Schlusssatz frei nach dem vor mir von allen, glaube ich sehr geschätzten Professor Roland Frankenberger.

00:46:26: Es gibt nur eine Zahnmedizin und das sollte man immer wieder daran erinnern.

00:46:29: Lieber Gordon herzlichen Dank für die vielen Einblicke und Ideen und guten Anregungen.

00:46:34: Und vielleicht wird der eine oder andere nach dem Podcast auch mal über Kammer- und KZV etwas anders nachdenken gerade wenn er sich noch nicht seit längerem vielleicht und nicht mehr mit dem Thema befasst hat und lange nicht mehr drauf geguckt hat was seine Kammer und seine KZF dann für ihn eigentlich auch tun können.

00:46:48: Vielen lieben Dank!

00:46:50: Ich kann mich dem anschließen.

00:46:51: Seit twenty-fünfundzwanzig sind Sie im Amt als Präsident der Zahnärztekammer Westfalen Lippe.

00:46:57: Ich persönlich habe einen frischen, digitale, aufgestellten Interessierten immer noch sich Jung fühlenden Kammerpräsidenten erlebt und das fand ich sehr schön.

00:47:05: Mir hat es viel Spaß gemacht!

00:47:06: Vielen Dank Dr.

00:47:07: Sissig.

00:47:07: Herzlichen

00:47:08: Dank dafür.

00:47:11: Das war Dental Minds – der Infopodcast für Zahnarztpraxis & Labor Diesmal mit Dr.

00:47:17: Gordon Lisistik und dem Thema, was eine Zahnärztekammer heute leisten kann und muss!

00:47:22: Vielen Dank fürs zuhören.

00:47:23: – wir freuen uns wenn Sie unseren Podcast bei Spotify oder bei Apple Podcast bewerten und wenn Sie ihn beim Dienst Ihrer Wahl abonnieren.

00:47:31: Es gibt jeden ersten Donnerstag im Monat eine neue Folge überall wo es Podcasts gibt.

00:47:36: Wenn Sie Anmerkungen oder Fragen zu dieser Folge haben dann schreiben sie uns an podcastadquintessence.de

00:47:44: Und alle Links und Adressen zu mehr Informationen zu unserem Thema finden Sie wie immer in den Shownutz unter dem Podcast.

00:47:50: Vielen Dank fürs

00:48:06: Zuhören!